Ruhrgebiet

200 Büdchen im Ruhrgebiet feiern den„Tag der Trinkhallen“

Die Musiker Nii Okine Mettlz (links) und Natty Marbel von der Otumfou-Band kaufen ein bei Büdchenfrau Jaqueline. Am Tag der Trinkhallen spielen sie hier. Foto: Kai Kitschenberg/FunkeFotoServices

Die Musiker Nii Okine Mettlz (links) und Natty Marbel von der Otumfou-Band kaufen ein bei Büdchenfrau Jaqueline. Am Tag der Trinkhallen spielen sie hier. Foto: Kai Kitschenberg/FunkeFotoServices

Foto: Kai Kitschenberg

Duisburg.   Kleinkunst und Musik, Filme und Fußball – an 200 Büdchen im Ruhrgebiet ist am 25. August was los. Und demnächst vielleicht auch öfter.

Wenn diese Trinkhalle noch so hieße wie früher, nämlich „Trinkhalle“, wäre sie vermutlich nicht zum Zuge gekommen. Aber als „Das grüne Büdchen“ aus einem Park in Duisburg-Marxloh hat sie sich nahezu mühelos qualifiziert für den zweiten „Tag der Trinkhallen“. „Ich weiß gar nicht, was mich erwartet“, sagt Inhaber Erdal Duran. Doch: die „Otumfou Band“, zwölf Musiker und Tänzerinnen aus Ghana. Fehlen nur noch Sie.

Das Büdchen ist dann, am Samstag, dem 25. August, eines von 50 im ganzen Ruhrgebiet, die bespielt werden: mit Kleinkunst, Musik, Filmen oder dem Thema Fußball. Das reicht vom „Kiosk Peppersack“ in Hamm bis zur „Bunten Ecke“ in Kamp-Lintfort. Dahinter steckt die „Ruhr Tourismus Gmbh (RTG)“, deren Existenzberechtigung darin besteht, Leute anzulocken. Auch wenn sie dazu furchtbare Worte erfindet wie: „Programmbude“.

Fankurvenlieder und Familienfilme

Dazu kommen weitere rund 150 Kioske, die an dem Tag ein eigenes Programm auf die Beine stellen. Bewerbungen sind noch bis Ende Juli möglich, die 50 „Programmbuden“ freilich alle vergeben.

An ihnen kann man zwischen 15 und 22 Uhr auf Weltmusik treffen („Das grüne Büdchen“), auf den Autor Frank Goosen, aber nicht die ganze Zeit („Ankes und Jörgs Kiosk“, Bochum) oder auf die beliebtesten Fankurvenlieder („Ballerbude“, Oer-Erkenschwick). Wieder an anderen Trinkhallen wird es Film geben: Familienfilme aus dem Revier des 20. Jahrhunderts wurden digitalisiert und geordnet nach Themen wie „Fernweh“ oder „Feiern.“

220 Kilometer Radrouten zu den Buden

Und weil der Rad-Tourismus so wichtig ist fürs Ruhrgebiet, wurden 220 Kilometer Route entwickelt, an die möglichst viele der Buden angebunden sind. Aber Achtung: Manche der Touren kann man nur nach Anmeldung abfahren.

„Der Erfolg von 2016 schrie nach einer Neuauflage“, sagt Markus Schlüter, der stellvertretende Direktor des Regionalverbandes Ruhr. Er hofft darauf, den Trinkhallentag als jährliches Fest einzurichten. Es sei „ein Identität stiftendes Projekt, das das ganze Ruhrgebiet einbezieht“. Fehlen nur noch Sie. (www.tagdertrinkhallen.ruhr)

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