Autobahnen

Sechsspuriger Ausbau der A 40 geht jetzt in Dortmund weiter

Großbaustelle: So verläuft der sechsspurige Ausbau der A40

Auf einer Strecke von 9,5 Kilometern wird die B1 in Dortmund zur A40. Die Bauarbeiten dauern mehrere Jahre. Eine Vollsperrung soll es nicht geben.

Auf einer Strecke von 9,5 Kilometern wird die B1 in Dortmund zur A40. Die Bauarbeiten dauern mehrere Jahre. Eine Vollsperrung soll es nicht geben.

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Dortmund/Unna.   Zehn Kilometer vorbei am Flughafen und Holzwickede bis Unna. Bauherr erwartet Kosten von 110 Millionen Euro. Die können aber noch steigen.

Weiter oben kann man gar nicht stehen im Bundesverkehrswegeplan: Einen fast komplett sechsspurigen Ruhrschnellweg haben sich die Straßenbauer vorgenommen bis zum Jahr 2030.

In den Innenstädten von Dortmund, Bochum und Essen ist das ein bisschen schwieriger, dafür geht es jetzt erst mal weiter draußen weiter, tief im Osten: Der entsprechende Ausbau zwischen den Kreuzen Dortmund-Ost (mit der B 236) und Dortmund/Unna (mit der A 1) steht bevor. Viele Bäume liegen schon flach, und ein Bohrtrupp treibt Löcher in den Standstreifen.

Bessere regionale Verknüpfungen

Hier entstehen nämlich 9,5 neue Kilometer der Autobahn 40, denn bisher heißt die autobahnähnliche Straße noch B 1 in diesem Abschnitt. Es ist jedenfalls der, der von Dortmund-Ost aus am Flughafen vorbeiführt und an Holzwickede bis zum Autobahnkreuz bei Unna.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) verspricht sich bessere regionale Verknüpfungen und eine schnellere Anbindung an überregionale Autobahnen.

Zwölf Brücken komplett neu

„Prognosen erwarten hier stellenweise mehr als 100 000 Autos pro Tag im Jahr 2025“, sagt Projektleiter Karl-Heinz Aukschun am Donnerstag, als er die Baupläne im Dortmunder Rathaus vorstellt. Die vorhandene vierspurige Strecke genüge den Verkehrsanforderungen dann nicht mehr.

Zwölf Brücken müssen sie komplett neu bauen, fast zehn Kilometer Straße verbreitern. Die Trasse ist mehr oder weniger dieselbe wie bisher, nur drei bis vier Meter breiter. Von 2019 an müssen sich Fahrer hier durch verengte Fahrstreifen schlagen, zuerst fertig wird die Fahrtrichtung Unna, und bis 2023 soll die ganze Arbeit getan sein.

Drei bis zwölf Meter hohe Lärmschutzwände

Flüsterasphalt kündigt Aukschun an und drei bis zwölf Meter hohe Lärmschutzwände: für die Nachbarn ein Segen, und zur Straße hin sind sie wenigstens bunt. Und sie haben Fenster.

110 Millionen Euro soll das alles kosten, kann aber auch noch deutlich teurer werden. Denn jener Bohrtrupp nimmt Proben aus der Straßendecke, in der der „Deges“-Bereichsleiter Udo Pasderski „Altlasten“ erwartet: Teer, Teer in unbekannten Mengen.

Auch die A 1 wird verbreitert

Es ist das erste Mal, dass im östlichen Revier die „Deges“ als Bauherr auftritt, die „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau-GmbH“. Sie entstand aus gegebenem Anlass und gehört heute dem Bund und zwölf Bundesländern. NRW trat ihr 2014 bei, sie übernimmt Teile der Arbeitsplatzbeschreibung des Landesbetriebes „Straßen NRW“.

Wo wir einmal in der Gegend sind: Für den kommenden Donnerstag lädt der Landesbetrieb zu einer ersten „Bürgerinformationsveranstaltung“ ein. Im Rathaus der Stadt Bergkamen geht es dann um: den sechsspurigen Ausbau der A 1 vom Kamener Kreuz bis Hamm-Bockum/Werne.

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