Messen

„Ring frei“ für den Deutschen Seniorentag in Dortmund

Franz Müntefering (rechts) besucht am Montag die Seniorengruppe von „Boxsport 20/50 Dortmund“. Manfred Withöft (76) ist seit 16 Jahren dabei.

Franz Müntefering (rechts) besucht am Montag die Seniorengruppe von „Boxsport 20/50 Dortmund“. Manfred Withöft (76) ist seit 16 Jahren dabei.

Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  200 Aussteller präsentieren Neues zum Thema Alter beim Deutschen Seniorentag. Dazu gibt’s Vorträge und Mitmach-Aktionen und prominenten Besuch.

Es beginnt mit einem vielversprechenden und dreifachen „Ring frei!“ aus Boxerkehlen, aber Franz Müntefering und Ullrich Sierau hauen sich dann doch nicht. Der frühere Vizekanzler und der Dortmunder Oberbürgermeister posieren nur mit goldenen Boxhandschuhen für Pressefotos, als sie am Montag die Seniorengruppe von „Boxsport 20/50 Dortmund“ besuchen. So wollen die beiden für den „Deutschen Seniorentag“ trommeln, der zum ersten Mal ins Ruhrgebiet kommt.

Von dem Seniorentag weiß man dabei noch gar nicht so viel, außer, dass unter anderem die Dortmunder Seniorboxer als besonders coole Sportgruppe geehrt werden. Müntefering, heute Vorsitzender des Veranstalters „Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso)“, kündigt jedenfalls „drei spannende und unterhaltsame Tage“ an. Und empfiehlt generell älteren Leuten „die drei L: laufen, lernen, lachen.“ Man müsse „die heutige Chance nutzen, relativ gesund alt zu werden“.

„Diktatur der Alten?“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Seniorenministerin Franziska Giffey (SPD) werden den dreitägigen Seniorentag am 28. eröffnen. Er ist vor allem eine Messe, 200 Aussteller präsentieren in den Westfalenhallen unter anderem die Themen Wohnen, Gesundheit und Pflege, Mobilität, Technik und soziale Sicherheit.

Dann kommen langjährig bekannte Prominente für Einzelveranstaltungen hinzu, wie Marianne Koch, Werner Hansch, Henning Scherf und Hans Tilkowski. Sodann gibt es Vorträge und Diskussionen: „Reisen mit dem Wohnmobil auf der Panamericana“ hören sich die einen beispielsweise an, man kann aber auch zu „Diktatur der Alten?“ gehen oder „Hoch lebe das Internet!“

Das letzte Standbein wären dann Mitmach-Aktionen: vom gemeinsamen Singen oder Tanzen bis zum individuellen Sehtest. Von seiner Bandbreite her erinnert das ansatzweise an Kirchentage, ist aber drei Nummern kleiner. Die Veranstalter erwarten rund 15 000 Menschen in Dortmund. „Wenn wir alle älter werden, müssen wir uns um die Zukunft kümmern“, sagt Müntefering. Also: Ring frei.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik