Rodelspaß

Kostenlose Rodelbahn ist eine gute Werbung für Witten

Hatten Spaß: Sarah (vorne), Marie und Zoe rodelten am Wochenende den Hang auf dem Hohenstein hinab.

Foto: Svenja Hanusch

Hatten Spaß: Sarah (vorne), Marie und Zoe rodelten am Wochenende den Hang auf dem Hohenstein hinab. Foto: Svenja Hanusch

Witten.   9000 Schneefans kamen bisher zum Hohenstein – viele Auswärtige. Die ersten 100 Gäste im Kostüm erhalten Rosenmontag einen Berliner gratis.

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Zunächst die traurige Nachricht: Am Rosenmontag ist voraussichtlich der letzte Tag der Rodelbahn auf dem Hohenstein. Nun die freudige: Die ersten 100 Gäste, die im Kostüm kommen, erhalten einen Berliner Ballen gratis. Ab zwölf Uhr ist die Bahn geöffnet (bis 17 Uhr). Bis Sonntagabend waren insgesamt etwa 9000 Besucher auf der verschneiten Piste.

Karen Darsen ist schon am Sonntagmorgen mit ihrer Familie aus Dortmund rübergekommen: „Die kostenlose Schneepiste und das ganze Drumherum sind eine gute Werbung für Witten“, findet die Mutter von Nelson (2) und Milan(3), während die beiden Jungs am Sonntagvormittag mit ihrem Papa den sanften Hang auf dem Hohenstein hinab rodeln.

Die Dorstfelder sind wahrlich nicht die einzigen Gäste, obwohl das Wetter eher trübe und der Schnee oben am Startpunkt recht matschig ist. Auf den Parkplätzen stehen unter anderem Wagen aus Bochum, Hagen, Herne, sogar aus Köln. Und am Samstagnachmittag war’s auf dem Hohenstein noch deutlich voller. Die Rodelpausen genossen die großen und kleinen Gäste an den Buden und Hütten, die samt Tischen neben der Piste aufgebaut waren. Dort gab’s Würstchen oder Crêpes, sogar Glühwein sorgte für Winterstimmung. Eigentlich ein kurioses Gefühl, wenn abseits der weißen Piste kein Schneeflöckchen weit und breit zu sehen ist.

„In der Nacht zu Sonntag hat’s zeitweise geregnet und es war nicht kalt genug, um die Piste zu beschneien“, sagt Anja Menzel vom Stadtmarketing. Aber eine Wittener Garten- und Landschaftsbaufirma, die einen Bagger zur Verfügung gestellt hatte, drückte den Schnee wieder zurück in den Startbereich. Denn im Laufe des Samstags war er durch die vielen Holz- und Plastikschlitten oder Rodelreifen Richtung Pistenende geschoben worden. „Die Landschaftsbauer haben den Schnee dann auch noch angedrückt und verdichtet, so dass er zum neuen Rodeltag am Sonntagmorgen glatt wie ein Kinderpopo war“, berichtet die Stadtmarketing-Mitarbeiterin.

Kosten von etwa 15 000 Euro sind voraussichtlich gedeckt

Nicht nur jene Firma, sondern auch zahlreiche andere Wittener Unternehmen gehörten diesmal zu den Sponsoren. Dadurch sind die Gesamtkosten von etwa 15 000 Euro voraussichtlich gedeckt. In der Summe sind unter anderem die Arbeitskosten, das Beschneien, Heuballen, Zäune, die Nachtwache und das Kinderland enthalten. „Diesmal war es viel einfacher, Sponsoren zu finden als bei der Rodelbahn-Premiere im vorigen Jahr. Denn da konnte sich noch keiner so richtig was darunter vorstellen“, meint Anja Menzel.

Recht früh am Sonntagmorgen hatte sich auch Daniel Spodeck mit seiner Frau Agnes und den drei Kindern Juliane, Maximilian und Alexander auf den Weg zum Hohenstein gemacht. „Trotz der eher milden Temperaturen heute ist das spaßig hier. Gestern war die Piste bestimmt schneller. Wie auch immer: Für die Kinder ist das eine Riesengaudi“, findet der Sprockhöveler. Zahlreiche Helfer waren dafür in den letzten Tagen im Einsatz.

„Nächstes Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder“, sind sich die Familien Darsen und Spodeck einig. Ob es eine Wiederauflage gibt, will das Stadtmarketing aber erst entscheiden, wenn alle Fakten der aktuellen Ausgabe ausgewertet sind.

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