Videocast-Sendung #78

Chef der Uniklinik Essen beklagt Chaos bei Corona-Regeln

Lesedauer: 57 Minuten
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 78

Chef der Uniklinik Essen: Chaos bei Corona-Kontrollen

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Essen.   Im Videotalk: Prof. Werner fordert weniger widersprüchliche Regelungen als derzeit und sieht die Selbst-Schnelltests als Weg aus dem Lockdown.

Chaotische Regeln zum Maskentragen und deren schwierige Kontrolle rügt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, bei „19 – die Chefvisite“. So dürften Fußgänger in Düsseldorf nicht stehen bleiben und müssten „quasi permanent gehen“, sagt Werner – „und Polizisten sollen das kontrollieren“. In Hamburg gelte eine Maskenpflicht für Jogger an der Außenalster, dort seien statt Eltern mit Kinderwagen jetzt Polizisten in Peterwagen unterwegs. „Auswüchse“, urteilt der Mediziner. Er fordert „klare, verständliche Regeln“. Sonst würden sich die Menschen nicht mehr daran halten, warnt Werner.

Schnelltests für alle dringend und rasch ausweiten

Für dringend nötig hält der Klinikchef die Ausweitung von Schnelltests: „Wir müssen den Menschen die Selbstverantwortung geben, zuhause einen Spucktest durchzuführen.“ So lasse sich eine bessere Übersicht zum Infektionsgeschehen gewinnen – Super-Spreader, die viele Menschen anstecken, könnten schneller identifiziert werden.

Zwar böten die Schnelltests keine 100-prozentige Sicherheit. Aber auch die genaueren PCR-Tests seien nicht der „Heilige Gral“. Sie könnten ebenfalls falsche Ergebnisse liefern, wenn etwa der dazu nötige Abstrich nicht korrekt gemacht worden sei. „Wir müssen lernen, mit Fehlern zu leben“, so Werner.

Ein Instrument, das die Öffnung der Schulen sicherer macht

Schnelltests könnten auch die Debatte um die Präsenzpflicht in Schulen vorantreiben, sagt Joachim Huber, Leiter des Medienressorts vom Berliner „Tagesspiegel“, in der Sendung. Das Lehrerkollegium der Grundschule, an der seine Frau unterrichtet, habe solche Tests selbst organisiert. Das habe die „leichte Hysterie aus dem Lehrkörper herausgenommen“ und Diskussionen, ob Kinder wieder in die Schule dürften, „in ganz andere Spuren gebracht“, berichtet der Journalist.

Huber, der bereits im März 2020 lebensbedrohlich an Covid-19 erkrankt war, nimmt zurzeit an einer Studie der Charité zu den Folgen der Infektion teil. „Ich habe nach einem Jahr noch ausreichend Antikörper im Blut“, so Huber. Trotzdem wolle er sich gerne impfen lassen, „wenn irgendwo noch ein Tröpfchen Impfstoff übrig ist“: „Ich misstraue dem Virus, ein ganz böses Ding.“

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Dienstag, den 2. März: Nikolas Häckel, Bürgermeister der Ferieninsel Sylt. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

Folge 77/ Klöckner-Chef: Darum hat der Konzern etliche Jobs gestrichen

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 77
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 77

Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender des Stahlhändlers Klöckner & Co, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Folgen der Digitalisierung seines Unternehmens geht: „Der Wandel zu einem Plattformunternehmen hat zur Folge, dass in den Kernprozessen weniger Mitarbeiter benötigt werden“, sagt Rühl in der aktuellen Folge von „19 – die DUB-Chefvisite“.

2020 sei die Zahl der Angestellten um 15 Prozent geschrumpft, die Hälfte davon durch digitale Prozesse.

Wer den Wandel nicht mitmacht, muss gehen

„Die Anforderungen an die Mitarbeiter haben sich völlig geändert. Wir unterstützen Fortbildung durch unsere Digital Academy, aber wer den Wandel nicht mitmachen kann oder will, muss gehen. Das ist keine Frage des Alters, sondern des Mindsets“, sagt der CEO.

Für das laufende Quartal erwartet Klöckner & Co das stärkste Ergebnis seit dem Börsengang vor 15 Jahren. „Wir spüren einen starken Boom, auch durch die Knappheit bei Stahl“, so Rühl in der Sendung. Im vergangenen Jahr sei die Nachfrage durch die Corona-Krise um 18 Prozent eingebrochen, das Unternehmen habe aber „früh gegengelenkt und die Krise als Chance gesehen“.

Chef der Uniklinik ruft zu Besuchen in Alten- und Pflegeheimen auf

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, rief in der Sendung dazu auf, die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen nach den erfolgreichen Impfungen wieder zu besuchen. „Wir dürfen und müssen uns diesen Menschen auch wieder körperlich nähern. Die Zeit einer angstbesetzten Distanz muss vorbei sein“, sagt Werner. Das RKI meldet bundesweit 9997 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, das sind 884 mehr als vor einer Woche. Hinzu kommen 394 Covid-assoziierte Todesfälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist auf 62,6 gestiegen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Unsere Talk-Gäste am Montag, den 1. März: Biogena-Managerin Julia Ganglbauer und „Tagesspiegel“-Redakteur Joachim Huber. Die Live-Sendung startet wie gewohnt um 10 Uhr, via Zoom kann jeder dabei sein.

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Folge 76 / Gregor Gysi: Jetzige Lockdown-Politik ist verfassungswidrig

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 76
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 76

Als verfassungswidrig kritisiert der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi die Entscheidungsfindung in der Corona-Politik. Der Beschluss von Freiheitsbeschränkungen durch die Ministerpräsidentenkonferenz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „steht nicht im Grundgesetz“, sagt Gysi in unserem Videocast „19 – die DUB-Chefvisite“.

Statt durch diese „komische Konferenz“ müssten Einschränkungen der Grundrechte durch den Bundestag legitimiert werden, fordert der Rechtsanwalt. Er warnte, dass das Parlament sonst auch in anderen Fragen übergangen werden könnte: „Da müssen wir hellwach bleiben.“

Gysi: Man darf nicht nur auf Virologen hören

Nötig sei bei den Corona-Maßnahmen „ein Konzept, eine langfristige Perspektive“. Die Verwirrung um unterschiedliche Inzidenzwerte müsse enden: „Erst 100, dann 50, jetzt 35 – das nehmen die Leute nicht mehr ernst“, so Gysi. Die Bundesregierung dürfe „nicht nur auf Virologen hören“: „Die einseitige Beratung war falsch“, urteilt der Linken-Politiker. Es müssten auch Stimmen aus der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Kirchen gehört werden. Dann werde der Kampf gegen Covid-19 auch berechenbarer und logischer.

Für seine Fraktion gelte: „Wir stellen nicht die Maßnahmen in Frage, uns fehlt die Logik“, sagt Gysi.

Die Inzidenzzahlen zeigen nach oben

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, hält den aktuellen Zielwert von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen „bundesweit gesehen für zurzeit kaum erreichbar“. Aktuell liegt der Inzidenzwert mit 61,7 etwas höher als am Vortag. Das RKI meldet mit 11.869 neuen Fällen 1162 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. „Die Seitwärtsbewegung nimmt eine Entwicklung nach oben“, so Werner. Als Grund dafür gelten die sich ausbreitenden Mutationen, die höhere Infektionsraten mit sich bringen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Freitag, den 26. Februar: Gisbert Rühl, der Chef des Stahlhändlers Klöckner & Co. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

Folge 75/ "Mutationen könnten das Ende der Corona-Pandemie bedeuten"

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 75
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 75

„Die Mutationen könnten das Ende der Pandemie ankündigen“: Weltweit geht die Zahl der Corona-Infektionen aktuell rasant zurück – „auf allen Erdteilen, mit Ausnahme des östlichen Mittelmeerraums“, sagt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, in der aktuellen Folge von „19 – die DUB-Chefvisite“.

„Auch die Anzahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen hat sich binnen eines Monats glattweg halbiert“, berichtet Werner unter Verweis auf neue WHO-Daten. Das rasche Abklingen einer Erkrankungswelle nach Mutationen des auslösenden Virus „kennt man schon von früheren Pandemien“, so der Mediziner. Werner hofft, „dass das plötzliche Nachlassen des weltweiten Infektionsgeschehens bei der Diskussion um Lockerungen in einer Woche Berücksichtigung findet“. Dann treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), um über die weiteren Corona-Maßnahmen zu entscheiden.

Markus Rejek von Arminia Bielefeld will keine Impfpflicht fürs Stadion

Von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Profi-Fußballclubs berichtet Markus Rejek in der Sendung. „Wir können unternehmerisch nicht mehr planen“, sagt der Geschäftsführer des Bundesligisten Arminia Bielefeld. Er mahnt: „Wir dürfen uns nicht wieder auf Dauer verschulden.“ Pläne für einen Stadionzugang nur mit Impfausweis lehnt Rejek ab: „Das passt nicht zu uns. Fußball ist für alle da.“ Bei der Rückkehr der Zuschauer gilt für ihn die Devise „alle oder keiner“. Rejek sieht in der Pandemie „eine Chance, Dinge zu hinterfragen – auch das System Fußball“. Statt „Geld schießt Tore“ fordert er einen Erhalt der Fankultur und eine „Rückkehr zu alten Werten“.

Israel-Expertin Daniela Oliel: "Impfgegner in Israel eine Randerscheinung"

„Mit der grünen Plakette kann man wieder ins Leben zurückgehen“: Von der aktuellen Entwicklung im Impf-Vorreiterland Israel erzählt Daniela Oliel in der Sendung. Die Plakette gilt als Impfausweis und „wird gut genutzt“, um wieder Kinos und Restaurants zu besuchen. Der Wunsch, sich impfen zu lassen, sei vielfach höher, berichtet die Israelin, die seit 17 Jahren in Deutschland lebt, weil die soziale Absicherung deutlich schlechter sei als in Deutschland. Impfgegner und Verschwörungstheoretiker seien „eine Randerscheinung“, die Israelis hätten eine andere Mentalität: „Sie sind gewohnt, mit Bedrohungen zu leben, und wissen, dass es einen 100-prozentigen Schutz nicht gibt“, so Oliel.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. A

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Folge 74: Schnelltests - Chef der Essener Uniklinik attackiert Merkel

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 74
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 74

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, sieht in der Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel an eine rasche Bereitstellung von Corona-Schnelltests für alle ein sich abzeichnendes Desaster. In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite kritisiert der Mediziner, dass die Kanzlerin ihren Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) „zurückgepfiffen“ habe und das Thema jetzt erst beim Treffen mit den Ministerpräsidenten am 3. März besprechen wolle. Das Vorgehen erinnert Werner an den „indiskutablen Start zum Tragen einer Schutzmaske vor einem Jahr“.

Politik des Zögerns und Zauderns kostet Menschenleben

Auch damals habe Merkel die Einführung der allgemeinen Maskenpflicht verzögert und damit eine „Chance verpasst“ im Kampf gegen die Pandemie, so der Mediziner. Er stellt klar, dass es „in dieser Phase mit Schnelltests in der Breite noch nicht um die Zulassung zum Kinobesuch“ gehe, sondern um das „frühzeitige Erkennen von Infizierten“. „Jeder Nachweis einer Infektion zählt!“, so Werner.

„Die deutsche Politik des Zögerns und Zauderns, die uns bei Masken oder beim Einkauf von Impfstoffen schon viele Menschenleben gekostet hat, wird hier fortgesetzt“, rügt der Klinikchef. Er fürchtet, dass das Vorgehen „die Corona-Politik und damit die ohnehin schon bröckelnde Akzeptanz der Bevölkerung massiv beschädigt“.

CDU-Poliktiker Bosbach lehnt Zero-Covid-Strategie ab

„Die Ziele der Corona-Politik sind nach wie vor richtig“: Wolfgang Bosbach, der frühere Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, betont in der Sendung, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden müsse. Eine Absage erteilt der CDU-Politiker aber einer Zero-Covid-Strategie, die auf die Vermeidung jeglicher Corona-Infektion abzielt: „Ich weiß nicht, wie das ohne absoluten Lockdown funktionieren soll“, sagt Bosbach. Dieser würde jedoch „schwere Nebenwirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft“ mit sich bringen.

TV-Koch: Öffnung der Restgaurants ist möglich

TV-Koch Alexander Herrmann sieht die Gastronomie für Öffnungen „sehr gut aufgestellt – wenn man uns lässt“. „Gastro kann Hygiene, wir wachsen damit auf“, so Herrmann, der selbst neben einem Hotel mehrere Restaurants betreibt. Die Räumlichkeiten hat er bereits technisch aufgerüstet, etwa mit Luftfiltern. „Ich kann mein Geschäft in fünf bis sieben Tagen wieder hochfahren, Corona-konform“, sagt Herrmann. Ihm fehlt die Weitsicht in der Politik: „Wir müssen uns auf den Oktober vorbereiten“, fordert er. Dann könnten die Infektionszahlen wegen niedrigerer Temperaturen wieder steigen. Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um Gesundheitssystem und -ämter personell aufzustocken.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Als Talk-Gäste am Mittwoch, den 24. Februar, mit dabei: Markus Rejek, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld, und die Israel-Kennerin Daniela Oliel.

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Folge 73/ Neue Hoffnung: Über 250 Corona-Impfstoffe in der Entwicklung

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 73
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 73

Weltweit gibt es aktuell mehr als 250 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus. Damit zeichnen sich „neue Produkte“ im Kampf gegen die Pandemie ab, sagt die DWS-Biotech-Fondsmanagerin Noushin Irani in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite. Bei der Entwicklung würden „technologische Durchbrüche wie Zell- und Gentherapie oder mRNA helfen“, so Irani.

Das lasse langfristig auch auf Erfolge in der Behandlung von Krebs und anderen unheilbaren Krankheiten hoffen. Durch Biotechnologie seien bereits die schon zugelassenen Impfstoffe in „historisch beispiellosem Tempo“ möglich gewesen, urteilt die Fondsmanagerin.

Doctorbox: Wie die Digitalisierung im Kampf gegen Corona hilft

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, hält durch Biotechnologie eine „Revolution in der Medizin und Therapie“ für möglich. Helfen würde dabei eine „digitale Gesamtvernetzung mit Analysemöglichkeit sämtlicher relevanter Gesundheitsdaten“ – zum Beispiel bei der Corona-Impfung, so der Mediziner in der Sendung.

Bereits möglich sind aus Werners Sicht „funktionierende Regionalmodelle wie es beispielsweise in der vergangenen Woche für Böblingen mit der Doctorbox-App vorgestellt wurde“. Diese könnten auf andere Regionen ausgeweitet und so die Corona-Maßnahmen gelockert werden. Werner will dabei „lieber kleine Schritte gehen als große Versprechungen zu machen, die außer Vertrauensverlust nichts bewirken“.

Finanz-Staatssekretärin für Studenplan für Lockdown-Ausstieg

„ Die Menschen brauchen dringend einen Stufenplan“ für das Ende des Lockdowns, fordert Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, mit Blick auf das nächste Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 3. März. Ein Stufenplan wäre für Hagedorn ein „Hoffnungsschimmer“ in Pandemiezeiten.

Abhängig vom Infektionsgeschehen könnten dann auch Läden in den Innenstädten wieder öffnen. Für die Zeit nach der Pandemie sei finanzielle Unterstützung des Bundes für Länder und Kommunen nötig, um die Fußgängerzonen wiederzubeleben, so die SPD-Politikerin. Die City müsse aber „neu gedacht“ werden. Denn: „Corona wird unsere Gesellschaft nachhaltiger verändern als es manche wahrhaben wollen.“ Fußgängerzonen will sie künftig als Orte für „Kommunikation, Kultur, Kunst“ positionieren.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.

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Folge 72/ Barmer-Impfsystem soll Corona-Todesfälle um 45 % verringern

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 72
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 72

Die Zahl von Corona-Toten in Deutschland könnte um bis zu 45 Prozent sinken, wenn die Reihenfolge beim Impfen mit einem neuen Modell der Barmer „optimiert“ wird. Das sagt der Vorstandsvorsitzende der Krankenversicherung, Professor Christoph Straub in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite.

Das wissenschaftliche Institut der Barmer habe das Risiko für schwere Corona-Verläufe bei bestimmten Vorerkrankungen auf Basis von Versichertendaten ermittelt. Die Analyse habe zum Beispiel ergeben, dass „psychische Erkrankungen ein hohes Risiko“ darstellten. Diese seien aber bei der Impf-Priorisierung durch die Ständige Impfkommission (Stiko) und den Ethikrat gar nicht berücksichtigt worden, so Straub.

Kombination aus Vorerkrankungen hat höchstes Risiko-Potenzial

Zudem habe sich gezeigt, dass Menschen mit mehreren Vorerkrankungen, die in Kombination das Risiko verstärken, maximal gefährdet seien. Diese müssten möglichst sofort priorisiert und geimpft werden, um die Belastung des Gesundheitssystems zu senken.

Weil zunächst die am stärksten gefährdeten Hochbetagten geimpft werden, sei es „noch nicht zu spät“, die Ergebnisse der Barmer-Analyse zu berücksichtigen, betont Straub. Die neue Identifizierung von Risikopatienten durch Datenanalyse könne jetzt greifen, wenn Vorerkrankte an die Reihe kommen. „Dann kann es einen relevanten Zugewinn an Sicherheit geben“, sagt Straub.

Barmer-System soll ein Weg sein, um schneller aus dem Lockdown zu kommen

Vor allem würden durch eine Verringerung schwerer Krankheitsverläufe Kliniken entlastet, denen wegen der Mutationen des Coronavirus eine neue Welle von Covid-Patienten droht. Das neue Barmer-Impfsystem eröffnet so die Chance, schneller aus dem Lockdown zu kommen. Letztlich werde auch die Fairness bei der Vergabe von Impfterminen gesteigert, sagt Straub: „Das ist für den Zusammenhalt in den nächsten Monaten extrem wichtig.“ Er freut sich, dass die Barmer als Partner des Robert-Koch-Instituts (RKI) agiere.

Vor den Schnelltests: Erstmal Aufklärung

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, betonte in der Sendung, dass es vor den angekündigten kostenfreien Corona-Schnelltest, zum Beispiel in Apotheken dringend einer Informations-Kampagne bedarf. Nach dem Impfstart stehe mit der Testoffensive die nächste „Mammutaufgabe“ für die Beteiligten bevor, sagt Werner in der Sendung. Die Schnelltests sollen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab 1. März zur Verfügung stehen.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.

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Folge 71/ Chef der Essener Uniklinik gegen Wahlfreiheit beim Impfen

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 71
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 71

Die Debatte um die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes lässt beim Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, die „Alarmglocken läuten“. Werner hatte den Impfstoff zuvor ausdrücklich gelobt. In unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite. lehnt der Mediziner eine Wahlfreiheit der Bürger für Impfstoffe ab und warnt vor einer „damit verbundenen, möglichen Verlängerung des ganzen Impfplans in Deutschland“.

Schlechte Studienplanung wird AstraZeneca zum Verhängnis

Dem britisch-schwedischen Hersteller hält Prof. Werner „unzureichende Studienplanung“ zur Wirksamkeit des Präparats vor. Diese habe zu Verwirrung geführt. Dagegen fordert Werner eine „intensive, bundesweite Aufklärungskampagne“ unter Einsatz von Impf-Fürsprechern „mit hoher Glaubwürdigkeit entlang der Altersgruppen bis Anfang 60“ – „natürlich parteiübergreifend“, betont er.

Datev-Chef: Homeoffice wird auch nach der Pandemie normal sein

Als Gast der Sendung berichtete der Chef des Softwarehauses Datev, Robert Mayr, von Erfahrungen seiner Kunden – vor allem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – im Lockdown. „Wer vorher digital war, kommt besser durch die Krise“, so die Zusammenfassung. Einige Kanzleien seien durch die Einschränkung „niemals in ihrer Arbeit beeinträchtigt“ gewesen. Diese Erfahrung setze sich gerade in der Fläche durch. Und „das Berufsbild des Steuerberaters wandelt sich hin zum Digitalisierungscoach“, so Mayr.

Er hat festgestellt, dass ein Unternehmen mit rund 8000 Mitarbeitern wie die Datev „in klassischen Organisationsformen nicht mehr bestehen kann“. 90 Prozent der Belegschaft seien zeitweise im Homeoffice gewesen, „trotz physischer Distanz sind wir in der Krise aber näher zusammengerückt“. Der Datev-Chef erwartet, dass sich der Wechsel zwischen Büro- und Heimarbeit durchsetzen wird. Das gelte für alle Berufe, die am Schreibtisch erledigt werden.

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Folge 70/ Chef der Essener Uniklinik lobt AstraZeneca-Impfstoff

Als „Arbeitspferd der Impfung“ wertet der Chef der Uniklinik Essen, Jochen Werner, den zuletzt in die Kritik geratenen Impfstoff von AstraZeneca.

Mit diesem Serum könne auch in Arztpraxen geimpft werden, was letztlich für den raschen und dringend notwendigen Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland unumgänglich ist. Das Vakzin von AstraZeneca sei günstiger sowie „sicherer und besser als der normale Grippe-Impfstoff“, sagt Werner in der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite.

Keine Zweifel an der Wirksamkeit

Berichte über Reaktionen und Folgewirkungen auf das Serum nach der ersten Impfung nannte der Mediziner normal. Diese seien „sogar gewünscht“. Denn sie zeigten, dass das Immunsystem angeregt werde. Der Einsatz des Impfstoffes vom britisch-schwedischen Hersteller sei daher „richtig“, Zweifel an der Wirksamkeit unangebracht: Das Präparat sei „absolut in der Lage“, Schutz gegen die in Deutschland hauptsächlich verbreiteten Varianten des Sars-CoV-2-Virus zu bieten, so Werner.

Möglichst viele Menschen sollten sich testen lassen

Der Klinikchef spricht sich dafür aus, möglichst viele Menschen auf das Coronavirus zu testen: „Jede identifizierte Infizierung ist gut“, so Werner in der Sendung. Das gelte auch für Selbsttests von Laien, die bereits im März zugelassen werden könnten.

Diese seien „aussagekräftig – genau für den Moment, nicht für morgen oder übermorgen“ – könnten aber einige Sicherheit bieten. Werner forderte die Einrichtung einer Telefon-Hotline für positiv getestete. So sollten Daten für eventuell überlastete Gesundheitsämter gesammelt werden. Die Betroffenen „dürfen nicht allein gelassen werden“, betonte er.

Corona-Selbsttests: Spahn kündigt baldige Zulassung an
Corona-Selbsttests: Spahn kündigt baldige Zulassung an

Laut RKI haben sich in der letzten sieben Tagen bundesweit 57 Menschen je 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus angesteckt. Diese Sieben-Tages-Inzidenz ist damit gegenüber dem Vortag leicht gesunken und liegt um 22 Infektionen über dem neuen Zielwert von 35. Insgesamt berichtete das RKI von 7556 Neuinfektionen, 516 weniger als am Mittwoch der Vorwoche.

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Folge 69/ Sigmar Gabriel: Pandemie-Politik „wie im Mittelalter“

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 69
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 69

Der frühere Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kritisiert, dass „Wegsperren wie bei der Pest im Mittelalter“ der vermeintlich wichtigste Ansatz zur Pandemiebekämpfung in Deutschland sei. In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite““ rügt Gabriel, die Politik gehe „nicht mit Mitteln des 21. Jahrhunderts, mit Künstlicher Intelligenz und Daten-Tracking“ gegen das Coronavirus vor. Die vorhandene Corona-App sei nutzlos, der Datenschutz müsse gelockert werden.

Er spricht sich zugleich gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen aus: „Ein Stop-and-go-Lockdown ist das Problematischste für die Wirtschaft.“ Hätten die Ministerpräsidenten im letzten Sommer nicht gelockert „und auf die Kanzlerin gehört, wären wir jetzt nicht in einer so schweren Welle“, so der ehemalige SPD-Vorsitzende.

Gabriel erwartet Beilegung des Streits um Nord Stream 2

International erwartet der Vorsitzende der Atlantik-Brücke, dass mit der „Rückkehr der USA“ in die Weltpolitik unter dem neuen Präsidenten Joe Biden eine „neue Dynamik“ in den globalen Kampf gegen Corona einziehen wird. Dieser müsse auch die ärmeren Länder einbeziehen, sonst würden diese „einen ganz hohen Preis zahlen“.

Für die in den USA heftig kritisierte Erdgaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland erwartet Gabriel eine Fertigstellung des Baus. „Die USA haben auch alle früheren Sanktionen gegen Pipelines aufgehoben“, so Gabriel. Um den US-Widerstand zu dämpfen, kann er sich mehr gemeinsame energiepolitische Projekte mit den Amerikanern vorstellen.

Prof. Werner: Selbsttests helfen gegen Infektionsketten

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, fordert in der Sendung, nach dem Vorbild Österreichs Corona-Selbsttest für zu Hause auch in Deutschland zuzulassen. „Wir sollten diese ‚Wohnzimmer-Tests‘ auch bei uns einführen – möglichst kostenfrei“, sagt Werner in der Sendung. Denn „ganz besonders die sozial benachteiligten, teilweise in sehr engen Wohnverhältnissen lebenden Menschen könnten von diesen Testungen profitieren“.

Die Tests böten zwar keine 100-prozentige Sicherheit, könnten aber „eine Reihe von Infektionen nachweisen und vielleicht auch den einen oder anderen Superspreader identifizieren“, so der Mediziner.

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Folge 68 / Chef der Essener Uniklinik fordert vorsichtige Öffnungsstrategie

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 68
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 68

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, fordert „vorsichtige Öffnungen“ bei den Pandemie-Maßnahmen - zum Beispiel von Kinos unter Einhaltung strenger Hygieneregeln. „In einigen Kreisen ist das möglich“, sagt Werner warnt in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“. „Wo sind denn die Corona-Ausbrüche im Kino gewesen?“, fragt der Mediziner.

Hintergrund seiner Forderung: „Man muss ein Signal setzen“, denn die Menschen seien zunehmend demotiviert, etwa durch die Herabsetzung des Zielwerts bei der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 auf 35. Die Politik dürfe bei aller Vorsicht das „soziale Wohlbefinden‘“ nicht außer Acht lassen – „denn auch das macht Gesundheit aus“, so Werner.

Laut RKI ist der Inzidenzwert im bundesweiten Durchschnitt auf 58,9 gefallen. Die Behörde meldet mit 4426 Neuinfektionen binnen 24 Stunden 109 Fälle weniger als am Montag der Vorwoche. In diesem Vergleich ist auch die Zahl der an oder mit dem Sars-CoV-2-Virus Verstorbenen um 42 auf 116 zurückgegangen.

TV-Star Francis Fulton-Smith: Corona als Chance für die Gesellschaft betrachten

Der Schauspieler und TV-Star Francis Fulton-Smith plädiert in der Sendung dafür, Corona als Chance für die Gesellschaft zu betrachten, „um einen Quantensprung in die nächste Dimension zu schaffen“. Denn unabhängig von der Pandemie stehe Deutschland angesichts der Digitalisierung vor „massiven Verwerfungen“, beispielweise im Dienstleistungsbereich. Nötig sei, die Schwachen zu schützen, „aber auch die Stärksten zu motivieren, sich dabei einzubringen“, so Fulton-Smith. Der anstehende Wandel müsse „konstruktiv angegangen werden, und nicht über Angst und Panik“.

Filmproduzent glaubt an die Zukunft der Kinos

„Wir können den Menschen ein bisschen Glück schenken“: Quirin Berg, einer der renommiertesten Filmproduzenten in Deutschland (u.a. 4 Blocks, Werk ohne Autor) betont in der Sendung die Bedeutung der Kultur als Ventil für die Menschen im Lockdown. Von der Politik erwartet er „konsistente Rezepte“. Denn „ständige Richtungswechsel“ zum Beispiel bei Schulöffnungen würden die Menschen verunsichern.

Wenn die Pandemie vorbei ist „werden die Kinos wieder aufmachen“, ist Berg überzeugt – trotz Konkurrenz durch Streamingdienste. Denn das Gemeinschaftserlebnis eines Kinobesuchs ist für ihn „nicht zu ersetzen“. Den Wandel hin zur stärkeren Nutzung von Streamingdiensten hätte es aus seiner Sicht „auch ohne Corona gegeben“. Die Krise habe diese Entwicklung lediglich beschleunigt.

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Folge 66/ Neues Corona-Medikament macht Hoffnung

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 66
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„Es könnte ein weiteres Medikament gegen Covid-19 geben“: Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, berichtet bei „19 – die DUB Chefvisite“ von Hoffnung auf ein Präparat des Schweizer Pharmariesen Hoffmann-La Roche. Dieses könnte anders als bisher eingesetzte Medikamente „auch in der schon fortgeschrittenen Phase einer Covid-19-Erkrankung wirken“. An solchen Mitteln arbeite die Pharmaindustrie mit Hochdruck. „Wir sollten uns über jedes Medikament freuen“, so Werner – denn Corona werde „lange bleiben“. „Wir werden noch eine ganze Reihe von Impfstoffen in den Arm gespritzt bekommen“, so der Mediziner mit Blick auf die wegen der Virus-Mutationen nötige Weiterentwicklung der Impfstoffe.

In 10 bis 15 Jahren wird Michelin nicht mehr von Reifen existieren können

Der Nordeuropachef des Reifenherstellers Michelin, Anish Taneja, berichtet in der Sendung von seinen Erfahrungen beim Umbau des Unternehmens Richtung Nachhaltigkeit.: Transformation ist ein Schreckgespenst, die Leute können es nicht mehr hören“: Sein Rezept: „Offen und ehrlich kommunizieren, dass wir in 10, 15 Jahren nicht mehr nur von Reifen leben können. Dann setzt Transformation Energien frei.“ Die Autoindustrie liege beim Thema Nachhaltigkeit „weit zurück“, so Taneja. Sein Unternehmen sieht er dabei allerdings gut aufgestellt und verweist etwa auf Entwicklungen wie den luftlosen Reifen. Mit diesem stießen Autos weniger CO aus, er sei „nahezu unzerstörbar“ und eigne sich damit auch für Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren.

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Folge 65: Sozialpädagoge zum Lockdown: Gewalt gegen Kinder nimmt zu

„Kinder berichten vermehrt von Gewalt in den Familien“: Tobias Lucht, leitender Sozialpädagoge beim Kinderprojekt „Die Arche“ in Hamburg, warnt, dass angesichts der Schulschließungen viele Fälle häuslicher Gewalt unentdeckt bleiben. Einige seien nur aufgefallen, „weil die Kinder zu uns ins Haus kommen“, sagt Lucht bei „19 – die DUB Chefvisite“. Einige Kinder seien zurzeit „schutzlos“: „Die Probleme waren schon vorher da, verschärfen sich jetzt aber.“ Luchts Sorge: „Manche Kinder bleiben auf der Strecke.“

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 65
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 65

Einen Hilferuf richtet der Sozialpädagoge an die Behörden. „Ich wünsche mir ein größeres Engagement der Stadt Hamburg“, so Lucht. In seinem Projekt sei zurzeit zu wenig Zeit, um aktiv auf die Behörden zuzugehen. Von deren Seite würde er daher „gern ein bisschen mehr hören, da kommt relativ wenig“. „Die Arche“ finanziert sich aus Spenden, die coronabedingt spärlicher fließen, und arbeitet auch mit ehrenamtlichen Helfern. In Hamburg werden zurzeit täglich rund 450 Kinder betreut, bundesweit sind es über 4000.

Essener Klinikchef Werner: "Stelle mich auf sehr langen Lockdown ein"

„Ich stelle mich auf einen sehr langen Lockdown ein“: Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, glaubt nicht an rasche Öffnungen nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern. Der Lockdown ist vorerst bis zum 7. März verlängert worden. Nachdem aber eine Annäherung an den vorgegebenen Inzidenzwert von 50 „in Sicht war“ sei „die Messlatte jetzt 15 Zentimeter höher gehängt worden – oder Kilometer“, kritisiert Werner mit Blick auf die neue Zielvorgabe von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche. Er fordert nun eine „angemessene öffentliche Debatte zu den Maßnahmen der Regierung“.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Los geht es live wie gewohnt um 10 Uhr, jeder kann via Zoom dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 64: Reiner Calmund gegen Fußball-EM in zwölf Ländern

Eine verkleinerte Fußball-EM nur in Deutschland – das fordert der Sportmoderator Reiner Calmund bei „19 – die DUB Chefvisite“. Die aktuellen Planungen für das Turnier 2021 mit Spielorten in zwölf Ländern hält Calmund angesichts der Pandemie für gefährlich. „In einem Land wäre das aber kein Problem“, so der Fußball-Kommentator beim Sender Sky.

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 64
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 64

Den Vereinen der Bundesliga und der 2. Liga fehlen durch die Corona-Krise jährlich Einnahmen von rund einer Milliarde Euro, wie Calmund in der Sendung vorrechnet. „Die müssen jetzt eingespart werden“, so der Experte. Die Kürzung der Spielergehälter um 23 Prozent leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Und: „Die Profis können damit sehr, sehr gut Leben“, so der Ex-Manager von Bayer 04 Leverkusen. Kritik daran von Spielern bezeichnet er als „Stöhnen auf hohem Niveau“.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.

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Folge 63: Staatsminister für Europa begrüßt russischen Impfstoff

Michael Roth, der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, hat sich für den Einsatz des russischen Impfstoffs Sputnik V ausgesprochen. „Wir sollten die politischen Konflikte für den Schutz der Menschen beiseitelegen. Russland sollte eine Zulassung des Impfstoffs in Europa beantragen“, sagte der SPD-Politiker bei „19 – die DUB Chefvisite“. Sollte die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Wirkstoff für unbedenklich erklären, müsse man ihn auch einsetzen. „Wenn wir das nicht täten, wären wir ja mit dem Klammerbeutel gepudert.“

„Die Skepsis gegenüber dem russischen Impfstoff ist nicht angebracht“, bestätige der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, in der Sendung. Vor den Bund-Länder-Beratungen zu Corona am Mittwoch forderte der Klinikchef die Politik auf, den Bundesbürgern eine klare Perspektive für die Osterfeiertage zu geben. „Ich erwarte eine planbare Entscheidung, was mit Reisen zu Ostern ist“, sagte Werner. Bei den aktuellen Infektionszahlen stimme ihn der Trend optimistisch. Das RKI meldet bundesweit 3379 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 481 Covid-assoziierte Todesfälle. Vor genau einer Woche waren es 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle.

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 63
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 63

TUI-Cruises-Chefin: Kreuzfahrt-Reisepläne entzerren!

Zu Gast in der Sendung war auch Wybcke Meier. Die Chefin der Kreuzfahrtgesellschaft TUI Cruises kündigte an, die Reisepläne der Kreuzfahrtschiffe zu entzerren. „Bewussteres Konsumieren ist für mich eine Lehre aus der Corona-Krise. Wir werden für mehr Entschleunigung sorgen und nicht jeden Tag einen Hafen anlaufen“, sagte Meier. Bis zum Jahr 2030 will TUI Cruises klimaneutrale Kreuzfahrten anbieten. Dafür wird ein Mix aus grünen Technologien wie Landstrom oder Flüssiggas eingesetzt, erklärte die Topmanagerin in der Sendung.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.

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Folge 62: Kabarettist Dieter Nuhr: Datenschutz behindert Corona-Kampf

Der TV-Kabarettist Dieter Nuhr stellt das Klammern der Deutschen an zu hohe Datenschutzstandards in der Corona-Krise in Frage. „Alle Länder, in denen die Pandemie halbwegs erfolgreich bekämpft wurde, haben den Datenschutz teilweise aufgegeben“, sagte Nuhr bei „19 – die DUB Chefvisite“. Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, stimmte dem zu. „Wir müssen viel mehr Daten erheben. Jeder Geimpfte braucht einen QR-Code, damit wir beispielsweise Nebenwirkungen genauer erfassen können. Da können wir vom Vorreiter Israel lernen.“

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 62
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 62

Natürlich müssen Geimpfte ihre Rechte zurück erhalten

Zur Diskussion um Privilegien für Geimpfte erklärte Kabarettist Nuhr: „Freiheitsrechte sind nicht zu diskutieren. Vielmehr müssen die Einschränkungen begründet werden.“ Seiner Meinung nach sollte es Geimpften „natürlich erlaubt sein, an Veranstaltungen teilzunehmen“. Vielmehr müsse man den Nicht-Geimpften erklären, weshalb sie nicht teilnehmen dürfen.

Im Kampf gegen die neuen Virus-Mutationen hofft Klinikchef Werner auf die mRNA-Technologie, die von den Impfstoffherstellern Biontech/Pfizer und Moderna genutzt wird. „Diese Impfstoffe lassen sich schneller an Virus-Mutationen anpassen“, sagte Werner.

Nuhr beklagt Ungerechtigkeiten bei den Corona-Hilfen

Die Corona-Hilfen für Künstler bezeichnete Nuhr in der Sendung als ungerecht. „Für einzelne gib t es viel Geld ohne Begründung. Andere müssen darben und wissen nicht, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.“ Besonders betroffen seien mit den Künstlern verbundene Gewerbe wie Ton- und Bühnentechniker, Gastro- oder Service-Personal. „Viele Menschen sind am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angekommen, sie haben ihren kompletten Lebensunterhalt verloren.“ Er selbst habe keine Hilfen in Anspruch genommen. „Mir geht’s gut. Ich kriege keine Erstattung. Ich brauche auch keine.“

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gäste am Dienstag, den 9. Februar: Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, und Wybcke Mayer, CEO TUI Cruises. Los geht’s wie immer um 10 Uhr, via Zoom kann jeder bei der Live-Sendung dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 61: Essener Klinikchef: Lebensgefahr durch Corona-Mutationen

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 61
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 61

„Ganz viele werden um ihr Leben fürchten müssen“: Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, warnt in der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite“ vor Lebensgefahr durch neue Mutationen des Coronavirus. Das Sars-CoV-2-Virus könnte „noch ansteckender und vielleicht weniger durch den Impfstoff angreifbar“ werden, vermutet Werner.

Aktuelle Studien über die zuerst in England und Südafrika aufgetauchten Varianten zeigten, dass das Virus einen Weg finden könnte, der menschlichen Immunabwehr auszuweichen, so der Mediziner. Dagegen helfe nur eins: „Möglichst schnell möglichst viel impfen!“ Die Mutationen belegten zudem, dass „alle Annahmen zu einem Ende der Pandemie vollkommen spekulativ sind“, betont Werner.

10.000 Covid-Tote in nur zwei Wochen

Bei der Entwicklung der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit Corona erkennt der Klinikchef eine „erhebliche Dynamik“: „Allein in den letzten beiden Wochen sind jeweils rund 5000 Tote dazugekommen“, so Werner. Die Marke von insgesamt 60.000 Betroffenen ist nun überschritten. In Essen verstarb seit gestern ein weiterer Covid-Patient. Aktuell werden dort 98 Erkrankte wegen des Sars-CoV-2-Virus behandelt, 37 davon auf der Intensivstation. Das RKI berichtet von bundesweit 855 weiteren Corona-Toten binnen 24 Stunden – 16 mehr als am Freitag der Vorwoche. Die Zahl der Neuinfektionen ist dagegen in diesem Vergleich um 1114 auf 12.908 gesunken.

Heftige Kritik am Internet-Unterricht an den Schulen

Als Gast der Sendung übte Sarah Lichtenberger heftige Kritik am jetzigen Niveau des Distanzunterrichts an den Schulen. „Es passiert nichts“ sagte die Leiterin der einzigen reinen Online-Schule zum Stand der Digitalisierung. Sie sei angesprochen worden und habe beraten – bewegt habe sich aber „unheimlich wenig“, so die Chefin der Web-Individualschule aus Bochum. Seit 2020 aktiv, richtet sich ihre Einrichtung vor allem an Kinder, die wegen Krankheiten keine öffentlichen Schulen besuchen können. Diesen rät sie zu einem virtuellen Klassenraum, den Lehrer gemäß Stundenplan betreten. „Jeder Lehrer muss greifbar sein, wenn Probleme da sind. Denn viele Kinder sind verunsichert“, so die Pädagogin. Lichtenbergers Erfolgsrezept: „Wir sind ganz nah dran am Schüler, quasi jeden Tag im Kinderzimmer.“

Gast am Montag: Der Kabarettist Dieter Nuhr

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Live startet die Sendung wie immer um 10 Uhr, via Zoom kann jeder dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 60/ Klinikchef sieht Durchbruch bei der Pandemiebekämpfung

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 60
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 60

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, sieht in den neuen Erkenntnissen über den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca und der Universität Oxford einen Durchbruch in der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

„Wenn Folgeuntersuchungen bestätigen, dass der Wirkstoff nicht nur vor einer Erkrankung schützt, sondern auch die Übertragung des Virus deutlich reduziert, wäre das ein Meilenstein“, sagte Werner in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“. Eine Impfung würde somit nicht nur die schweren Krankheitsverläufe reduzieren und damit Todesrate und Krankenhausbelastung mindern, sie würde auch die Infektionsausbreitung reduzieren, so der Mediziner.

Gesellschaft droht Spaltung in Geimpfte und Nicht-Geimpfte

Zugleich erhalte die Debatte um mehr Freiheiten für Geimpfte dadurch neue Sprengkraft. „Die Gesellschaft droht mit der Privilegierung, in zwei Gruppen gespalten zu werden: Geimpfte und Nicht-Geimpfte. Und das nicht erst zum Jahresende, sondern im Frühsommer, wenn gerade den Jüngeren noch gar kein Impfangebot gemacht sein wird“, sagte Werner in der Sendung. Auch im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen dürfte das Thema an Fahrt aufnehmen.

Digitalisierung: In Zukunft braucht man gar keine Shops mehr in den Innenstädten

Zu Gast bei „19 – die DUB Chefvisite“ war auch der Digitalisierungsexperte Nils Seebach. „Die Corona-Krise hat dem Online-Handel massiv neue Käuferschichten zugeführt“, sagte der Unternehmensgründer. Shops in den Innenstädten hält Seebach für überflüssig. „Sie bieten keinen Mehrwert.“ Einkäufe werden in Zukunft über eine stufenlose Bestellung abgewickelt. „Wer morgens beim Zähneputzen merkt, dass die Zahnpasta leer ist, gibt die Bestellung einfach über eine Sprachassistenten wie Alexa auf. Und am nächsten Morgen steht die Lieferung im Hausflur.“ Wie weit viele deutsche Mittelständler bei der Digitalisierung hinterherhinken, zeigt die Umfrage Smart Company Check der DUB Akademie. „Die Ergebnisse sind zum Teil haarsträubend – nicht nur im Handel“, bestätigt Verleger Jens de Buhr.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Die Live-Sendung startet wie gewohnt um 10 Uhr, via Zoom kann jeder dabei sein – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 59/ Essener Klinikchef setzt auf russischen Impfstoff Sputnik V

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 59
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 59

Die nun vorliegenden Daten zum russischen Impfstoff Sputnik V eröffnen neue Perspektiven: „Hier dürfte sich ein weiterer weltweiter Impfstoffanbieter abzeichnen“, meint der Chefs der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner. Wichtig: Auch in der Gruppe der Über-60-Jährigen gebe es „eine hohe Wirksamkeit von 90 Prozent“, berichtet Werner in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite“. Das zeigten Zwischenergebnisse, die gestern im renommierten Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurden.

Es handelt sich um einen klassischen Vektorimpfstoff wie das Präparat von AstraZeneca. Im Gegensatz zu diesem sei das als „Sputnik V“ bekannte russische Mittel aber an einer ausreichenden Zahl von älteren Probanden getestet worden und könnte auch bei Senioren verimpft werden, so der Mediziner.

Lufthansa will weiterhin auch ungeimpfte Passagiere befördern

In der Debatte um mögliche Privilegien für geimpfte Menschen, stellt Lufthansa-Kommunikationschef Andreas Bartels, in der Sendung klar, dass die Fluggesellschaft derzeit solche Regelungen nicht anstrebe: Zugang zu Maschinen der Lufthansa nur für Geimpfte soll es nicht geben: „Wir hätten das Recht dazu, haben das aber nicht vor“ Eine solche Entscheidung müsste aus Sicht des Unternehmens „von den Behörden kommen, nicht von einer privaten Airline“.

Das Passagieraufkommen wird nach Bartels‘ Einschätzung „erst zur Mitte der Dekade“ wieder Vorkrisenniveau erreichen. Ein Grund sei die stetige Abnahme von Geschäftsreisen, die vielfach durch Videokonferenzen ersetzt werden. Daher verkleinere die Lufthansa ihre Flotte um 150 Flugzeuge – von 800 auf 650 Maschinen: „Wir schrumpfen eine mittelgroße Airline weg“, so Bartels.

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Los geht es live um 10 Uhr, jeder kann via Zoom teilnehmen – einfach auf diesen Link klicken: https://dub-magazin.de/chefvisite-zoom/

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Folge 58/ TK-Chef warnt vor explodierenden Krankenkassenbeiträgen