Großbrand

Brand in Mönchengladbach: Autos der Feuerwehrleute bespuckt

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Gebäudekomplex in Mönchengladbach-Eicken. Nach dem Einsatz entdecken sie, dass ihre Autos bespuckt wurden.

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Gebäudekomplex in Mönchengladbach-Eicken. Nach dem Einsatz entdecken sie, dass ihre Autos bespuckt wurden.

Foto: Theo Titz / Dpa

Mönchengladbach.  Bei einem Feuer in Mönchengladbach-Eicken haben Passanten Autos der Feuerwehrleute bespuckt. Eine private Drohne überflog unerlaubt den Brand.

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Nach ihrem erschöpfenden Einsatz bei einem Großbrand am Mittwoch in Mönchengladbach-Eicken machten einige der Feuerwehrleute eine unschöne Entdeckung: Spucke an den Autotüren ihrer privaten Pkw. Ihre Enttäuschung brachten sie in einem Facebook-Post zum Ausdruck, der inzwischen über 1500 Mal geteilt wurde.

Bei dem Feuer am Mittwoch ist ein Gebäudekomplex mit zehn Betrieben, darunter eine Schreinerei, zerstört worden. Die Feuerwehr war zeitweise mit 140 Kräften im Einsatz, darunter auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach, Einheit Neuwerk. Die postete nach ihrem Einsatz auf Facebook: „Leider mussten wir bei unserer Rückkehr ins Gerätehaus feststellen, dass mehrere Pkw unserer Kameraden bespuckt wurden.“ Die Einsatzkräfte hatten ihre Autos wegen der beengten Parkplatzsituation in der Eile teils auf dem Bürgersteig abgestellt.

„Für uns unverständlich und deprimierend, dass Menschen unser Eigentum bespucken, wenn wir 15 Stunden für die Bürger unserer Stadt Schwerstarbeit verrichten“, heißt es weiter in dem Post. Hunderte schrieben Kommentare darunter, bedankten sich bei den Feuerwehrleuten und ärgerten sich über die Spucker.

Ein Mann flog eine private Drohne über das Einsatzgebiet und erhält eine Anzeige

Bei dem Vorfall brannte der Gebäudekomplex komplett nieder. Insgesamt brannte es laut Feuerwehr auf 9000 Quadratmetern. Die Hitzeentwicklung war teils so stark, dass geparkte Autos in Brand gerieten, Fensterrahmen umliegender Häuser schmolzen und Glasscheiben zersprangen. Die Bewohner waren dazu angehalten, vorübergehend ihre Wohnungen zu verlassen. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass umliegende Gebäude von den Flammen angegriffen wurden. Auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne kamen zum Einsatz.

Dabei bemerkten die Beamten plötzlich eine private, mit Kamera ausgestattete Drohne, die über das Einsatzgebiet flog. Ein 42-Jähriger Mönchengladbacher steuerte sie von einem nahe gelegenen Parkplatz. Es wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. (red)

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