Halden-Hügel-Hopping ist nicht nur etwas für Anfänger

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Wandern im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr exotisch. Denn aus den schwarzen Bergen, die einst die Wahrzeichen des Kohlenpotts darstellten, sind längst grüne Halden mit hohem Freizeitwert geworden.

Wandern im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr exotisch. Denn aus den schwarzen Bergen, die einst die Wahrzeichen des Kohlenpotts darstellten, sind längst grüne Halden mit hohem Freizeitwert geworden.

„Wer in Gelsenkirchen zu Fuß unterwegs ist, wird immer wieder verwundert sein, wie grün es ist und dass man auch hier, mitten im Ruhrgebiet, ausgedehnte Wanderungen unternehmen kann“, sagt Wilhelm Weßels, Geschäftsführer der Stadtmarketing Gesellschaft. „Mit einem Anteil von 35 Prozent ist Gelsenkirchen nicht nur eine überdurchschnittlich grüne Großstadt, sondern verfügt darüber hinaus über rund 90 Kilometer markierte Wanderwege“, erklärt Weßels.

Immer noch beliebt, auch für Anfänger, ist das Halden-Hügel-Hopping. Der Vorteil: Man kann mit kleinen Touren anfangen, damit man weiß, wie viele Kilometer man sich zutrauen kann, wenn man noch ungeübt ist. Die Rungenberghalde zum Beispiel bietet - oben angekommen - eine tolle Aussicht und der „Auf- und Abstieg“ ist auch für Ungeübte über den Wanderweg prima zu schaffen.

Der höchste Punkt ist 110 Meter hoch, der „Berg“ entstand durch den Abbau der Zeche Hugo. Die Halde ist größtenteils begrünt, beziehungsweise bewaldet und ideal zum Spazierengehen. Wie viele andere Halden ist sie als Landmarke ausgelegt. Die „Gipfelstürmer“ kommen von der Siedlung Schüngelberg aus auch über eine 300 Stufen zählende Treppe hinauf bis zur Schuttpyramide.

Wer ganz sachte anfangen möchte, kann es mit der Tour versuchen, die am Ruhrgebietswandertag am 29. April, vom Sauerländischen Gebirgsverein angeboten wurde. Da ging es vor allem um den Nordsternpark, der in diesem Jahr Austragungsort des Wandertages war. Zwei Touren für Fußwanderungen wurden geboten: Die eine, vor allem für Anfänger, ist sieben Kilometer, die schwierigere 13 Kilometer lang.

Wer die kurze Strecke bevorzugt, kann vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof starten und dann die Richtung Stadtgarten einschlagen. Weiter geht es über Feldmark durch die Siedlung Klapheckenhof bis in den Nordsternpark. Wer sich die größere Route zutraut, startet vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen auch in Richtung Stadtgarten, dann geht es weiter über die Trabrennbahn, Feldmark, Siedlung Klapheckenhof, Nordsternpark, Schurenbachhalde, Klettergarten, Bergbaustollen, Nordsternturm bis zum Amphitheater.

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