Freizeit

Praktische Tipps für alle, die die Niederrhein-Seen lieben

Schwimmer im Unterbacher See in Düsseldorf.

Schwimmer im Unterbacher See in Düsseldorf.

Foto: Hans Blossey

Am Niederrhein.   Manfred Schmidt hat Niederrhein-Seen erforscht und ein Buch mit Ausflugstipps geschrieben: „33 Touren zu den schönsten Seen am Niederrhein“

Wenn’s draußen richtig heiß wird, wäre ja wohl jeder gerne

Badeseen-Tester. Da wird einem die erste Frage geradezu auf der silbernen Luftmatratze serviert. „Sie haben ja einen schönen Beruf, Herr Schmidt! Oder?“ Da lacht der Autor, dessen Buch „33 Touren zu den schönsten Seen am Niederrhein“ jetzt in die NRZ-Leserläden gekommen ist. „Ich war aber nicht selber in allen Seen schwimmen.“ Aber er kennt sie alle und hat sie mit seiner Frau Helmi umrundet. „Es bietet sich ja an, einen Besuch der Sehenswürdigkeiten am Niederrhein mit einem See-Urlaub zu verbinden“, sagt er. Und sei es auch nur für einen Badetag. Oder einen entspannten Spaziergang am Feierabend.

Manfred Schmidt wurde in Meiderich geboren und wuchs dort auf. Heute wohnt der 67-Jährige in Korschenbroich am Niederrhein. Er schrieb zahlreiche Titel zur Geografie sowie Lokal- und Regionalgeschichte, unter anderem die Bücher „Magische Orte am Niederrhein“ und „Kuriose Plätze in Nordrhein-Westfalen“.

Heute muss er keine Rekorde mehr aufstellen

Und jetzt also der Seen-Führer. „Sind Sie ein guter Schwimmer, Herr Schmidt?“ Beim Wehrdienst hat er das sogenannte „Totenkopfschwimmen“ mitgemacht: zwei Stunden in der Weser. „Aber heute muss ich keine Rekorde mehr aufstellen“, sagt der 67-Jährige. Heute genieße er es auch mal, ganz entspannt an einem Ufer ein paar Kilometer spazieren zu gehen. Sein neues Buch ist deshalb nicht nur für Schwimmer gedacht.

Bei der Frage nach Geheimtipps weicht der Autor ein wenig aus. Da seien die Geschmäcker zu verschieden. Der eine suche Remmidemmi und Sport, der andere brauche die Abgeschiedenheit, die Ruhe, die Idylle. „In einer Stadt bin ich sogar gebeten worden, den örtlichen See rauszulassen, damit nicht zu viele Touristen kommen“, wundert sich Schmidt. Der See ist selbstverständlich trotzdem drin in seinem Buch. So wie auch die Sechs-Seen-Platte in Duisburg, der Auesee in Wesel, die Blaue Lagune am Wankumer Heidesee, der Unterbacher See in Düsseldorf, die Krickenbecker Seen in Nettetal und die Nordsee und die Südsee in Xanten.

Das Gute an dem Führer: Schmidt verplaudert sich nicht, konzentriert sich auf das Wesentliche. Es gibt einen Steckbrief mit Fakten zu jedem See, Tipps zur Anreise (mit Adresse fürs Navi), Hinweise auf Einkehrmöglichkeiten, Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Das hat einen hohen Nutzwert.

Der passende Wegweiser

Schmidt weiß, was die Schönheit des Niederrheins ausmacht: Die Wiesen und Felder, die Fluss-Auen, die schönen Städtchen, der Rhein – aber auch die vielen Seen, die nach Auskiesung und durch Bergbauabsenkungen entstanden. „Meine Frau und ich sind bei den Recherche-Touren für das Buch oft überrascht und begeistert worden“, sagt er. Immer wieder gab’s den Ausruf: „Boah, ist das schön hier!!!“

Bei Außenstehenden müsse man dafür allerdings immer wieder werben. „Die Leute haben eine Vorstellung davon, was das Münsterland ist, das Bergische Land oder der Mittelrhein.“ Aber beim Begriff „Niederrhein“ würden sich viele fragen, wo er genau liegt, wo er anfängt und wo er endet. In seinem Buch gibt der Autor mit der Auswahl der 33 Ziele seine Antwort: von Bocholt bis nach Dormagen und von Venlo bis nach Duisburg und Düsseldorf.

Schmidt ist sicher: Der Niederrhein ist ein Sehnsuchtsort. „Und immer mehr Seen-Süchtige entdecken dieses schöne Stück Heimat vor der Haustür.“ Sein Buch kann dazu der passende Wegweiser sein.

>>> Der neue Seen-Führer

Autor: Manfred Schmidt

Titel: 33 Touren zu den schönsten Seen am Niederrhein

144 Seiten, 13,95 €

Klartext Verlag Essen

ISBN: 978-3-8375-1847-4

Erhältlich im Buchhandel und in den NRZ-Leserläden.

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