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Der Wolf in NRW: Ein echter Problemfall oder schützenswert?

In der vierten Folge von nah&direkt geht es um den Problemfall Wolf.

In der vierten Folge von nah&direkt geht es um den Problemfall Wolf.

Foto: Lukas Hoffmann

Essen.  Die Wölfin ,Gloria’ wird zum Problem, immer wieder reißt sie Schafe in der Region. Doch was tun? Im Podcast diskutieren zwei Redakteure der NRZ.

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Immer wieder werden Wölfe in Nordrhein-Westfalen gesichtet, 34 Mal allein in diesem Jahr. Experten gehen inzwischen von drei sesshaften Tieren aus. Darunter auch Wölfin ,Gloria‘, die sich vor allem rund um Schermbeck bei Wesel aufhält und schon bis zu 50 Nutztiere gerissen haben soll. Die Entwicklung bereitet insbesondere den Schäfern Sorgen, aber auch Anwohnerinnen und Anwohner sind beunruhigt.

In der neuen Folge von nah&direkt spricht Moderator Jan Reckweg mit Rita Meesters, Lokalredakteurin in Wesel, und Peter Toussaint, Mitglied der NRZ-Chefredaktion, über den Problemfall Wolf: Muss man als Spaziergänger Angst haben? Wie schützen Schäfer ihre Herde vor dem Raubtier? Aber auch: Wie kann man den Wolf vor dem Menschen schützen?

Der Wolf darf sich nicht an den Menschen gewöhnen

Denn: Dass der Wolf schützenswert ist, daran besteht kaum ein Zweifel. Doch er ist zugleich eben auch ein wildes Tier und darf deshalb die Scheu vor dem Menschen nicht verlieren. Jedoch passiert es offenbar immer wieder, dass der Mensch den Wolf anfüttert – ganz bewusst oder aber unbewusst, indem etwa Müll für die Tiere frei zugänglich ist. So musste in Niedersachsen im Jahr 2016 der Wolf ,Kurti‘ erschossen werden, weil es nicht mehr gelang, ihn zu vertreiben. Zu sehr hatte er sich an Menschen gewöhnt, näherte sich ihnen immer wieder.

Förster filmt Wolf in der Kirchheller Heide vom Hochsitz aus
Förster filmt Wolf in der Kirchheller Heide vom Hochsitz aus

Dass aber vor allem die Schafshalter unter den Wölfen leiden, ist nicht zu bestreiten. Um ihre Herden zu schützen, müssen sie hohe Kosten, etwa für spezielle Wolfszäune oder Schäferhunde, sowie zusätzlichen Arbeitsaufwand in Kauf nehmen – und sehen sich dafür nicht ausreichend entschädigt. Sie fordern schon lange mehr Unterstützung von der Politik.

Vom nah&direkt-Podcast gibt es jeden Freitag eine neue Folge. Bei Apple, Spotify, Deezer und Audio Now kann man ihn kostenlos abonnieren oder ihn online auf nah-und-direkt.de im Stream anhören. Mehr Infos rund um das aktuelle Thema finden Sie auf unserer Themenseite „Der Wolf in NRW“.

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