Pinkwart will Windenergie nicht ausbremsen

Düsseldorf.   Trotz ihres restriktiven Windkrafterlasses will die nordrhein-westfälische Landesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern. Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) kündigte am Mittwoch in Düsseldorf ein „Entfesselungspaket“ zugunsten erneuerbarer Energien an. Regelungen, die Investitionen in wettbewerbsfähige und umweltfreundliche Solar-, Geothermie- und Windkraftanlagen behinderten, sollen demnach abgeschafft werden.

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Trotz ihres restriktiven Windkrafterlasses will die nordrhein-westfälische Landesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern. Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) kündigte am Mittwoch in Düsseldorf ein „Entfesselungspaket“ zugunsten erneuerbarer Energien an. Regelungen, die Investitionen in wettbewerbsfähige und umweltfreundliche Solar-, Geothermie- und Windkraftanlagen behinderten, sollen demnach abgeschafft werden.

Er wolle sich im Bund dafür einsetzen, ein von der Windenergiebranche heftig kritisiertes Ausschreibungsverfahren zu korrigieren, um Projekte schneller an den Start zu bringen, sagte Pinkwart. Der FDP-Politiker verhandelt bei den Jamaika-Sondierungen in Berlin im Energie-Bereich.

Leistung soll verdoppelt werden

Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) und die Grünen begrüßten die Ankündigung, beide äußerten sich aber zugleich skeptisch. Bislang sprächen die Maßnahmen der neuen Landesregierung eher eine andere Sprache, wurde von beiden Seiten angemerkt. Jetzt müssten konkrete Vorschläge auf den Tisch, forderte der Vorsitzende des LEE, Reiner Priggen.

Pinkwart rechnet damit, dass die derzeit etwa 5000 Megawatt umfassende Gesamtleistung der rund 3500 Windkraftanlagen in NRW bis 2022 fast verdoppelt werden kann. Derzeit liefert die Windenergie in NRW erst knapp sechs Prozent für den Stromverbrauch - bundesweit sind es knapp zwölf Prozent.

Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte im vergangenen Monat einen Windkraft-Erlass mit restriktiven Flächen- und Abstandsregelungen beschlossen. Pinkwart verteidigte das als „akzeptanzfördernde Begrenzung des Ausbaus“. Die Klima-Expertin der Grünen im Landtag, Wibke Bruns, warf der Regierung hingegen vor, damit zukunftsfähige Arbeitsplätze und die Energiewende zu gefährden. Pinkwart bekräftigte, alle 400 bereits genehmigten Windkraftanlagen dürften weitergebaut werden.

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