Tourismus am Niederrhein

Bloggerin gibt Tipps für Radtouren zwischen Rhein und Maas

Wer sein Fahrrad liebt, der liegt...  Helen Hancox auf Niederrhein-Tour.

Wer sein Fahrrad liebt, der liegt... Helen Hancox auf Niederrhein-Tour.

Foto: agenturberns

Am Niederrhein.   Bloggerin Helen Hancox radelt den Niederrhein ab - mit dem Liegetrike, zum Beispiel. Mehr Tipps zur Region hat der Niederrhein-Tourismus.

Falls Ihnen am Niederrhein mal eine kleine pinkfarbene Rakete im Straßenverkehr begegnet, dann haben Sie wahrscheinlich Helen Hancox vor sich. „Auntie Helen“, wie sie sich in ihrem Internet-Blog nennt, ist eine in Deutschland geborene Engländerin, die lange auf der Insel lebte und in London arbeitete. Sie entdeckte aber irgendwann ihre Liebe zu Deutschland und zog im April 2014 an den Niederrhein

In einer Ferienwohnung in St. Hubert fand sie ihre neue Heimat. Die Region zwischen Rhein und Maas liebt sie besonders, weil das Land so schön flach ist und sich gut zum Radwandern eignet. Das Fahren auf dem Rad liegt ihr im Blut. Unfassbare 100.000 Kilometer hat sie in den letzten acht Jahren abgerissen – und das nicht auf einem normalen City- oder Trekkingrad. Nein, das Besondere an Helen Hancox‘ Radtouren ist, dass sie sie alle liegend fährt.

Die Britin hat zwei verschiedene Arten von Liegefahrrädern

Die Britin hat zwei verschiedene Arten von Liegerädern. Beide liebt sie so sehr, dass sie ihnen sogar Namen gegeben hat: Da ist zum einen „Alfie“, ein Liegetrike, also ein Rad, das man liegend auf drei Rädern fährt. Erst vor kurzem hat sie es mit einem Motor versehen. „Alfie“ ist ein offenes Gefährt, sehr sportlich und gut zu steuern. Bei schlechtem Wetter allerdings bietet „Alfie“ wenig Komfort, man wird schnell klatschnass, genauso wie auf einem normalen Rad.

Komfortabler bei Regen ist Auntie Helens Velomobil „Penelope“ genannt. Es ist nicht nur pink lackiert sondern auch rundum verkleidet und verfügt über ein Dach, das man bei schlechter Witterung aufziehen kann.

Es bietet außerdem die Möglichkeit, noch etwas mitzunehmen, Einkäufe zum Beispiel oder einen Pausensnack und die Getränke für unterwegs. Das Velomobil ist eine richtige kleine Rakete, mit der Helen Hancox bis zu 35 Stundenkilometer erreicht.

Bei diesem Tempo stellt sich natürlich die Frage der Sicherheit. Wie steht es mit der Balance – und wird man nicht völlig übersehen im Straßenverkehr, wenn man knapp über dem Boden fährt? Natürlich sei Vorsicht geboten, sagt Hancox, die die englische und die deutsche Nationalfahne an einem kleinen Wimpelmast flattern hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Schlechte Erfahrungen aber habe sie kaum gemacht.

Auf den ehemaligen Bahntrassen am Niederrhein radelt es sich besonders gut

Mit der Balance sei es auf einem zweirädrigen Liegerad etwas schwieriger als auf einem Trike. Man gewöhne sich aber auch auf zwei Rädern sehr schnell an das Austarieren vor allem beim Start, sagt sie. Und Höhen um maximal 100 Meter, wie man sie am Niederrhein zu bewältigen hat, waren für sie bislang überhaupt kein Problem.

„Auntie Helen“ fährt gerne lange Strecken und Touren über mehrere Tage. Ein Beispiel dafür war die Strecke von Berlin nach London mit über 1100 Kilometern. Gerne ist sie aber auch vor der Haustür am Niederrhein auf kürzeren Strecken unterwegs. Dabei liebt sie vor allem die ehemaligen Bahntrassen, die man so schön schnurgeradeaus fahren kann.

Das nämlich kommt ihr mit ihren beiden schnellen Liegerädern sehr entgegen. Die neu angelegte Radstrecke auf der früheren Bahntrasse von Viersen nach Waldniel schätzt sie ebenso wie die alte Bahnstrecke von Grefrath nach Nettetal zu den Netteseen. Andere Touren, die sie empfehlen kann, führen nach Xanten, Kevelaer, Geldern oder Wesel.

Mit dem Wetter am Niederrhein ist sie – kein Wunder: als Britin – recht zufrieden. Aber wenn es dann doch mal richtig nass ist, klettert sie in ihr geschütztes Velomobil, zieht sich die Regendecke bis zum Hals, setzt eine Mütze auf und fährt los, den Niederrhein zu erobern.

In ihrem Blog www.auntiehelen.co.uk berichtet sie regelmäßig von ihren Ausflügen am Niederrhein.

"Auszeit am Niederrhein" - Niederrheintourismus mit neuem Katalog

Interview mit Martina Baumgärtner zum Niederrhein-Tourismus

Frau Baumgärtner, der neue Niederrhein-Katalog ist da. Was gibt’s Neues?
Wir haben nun unsere 2. Ausgabe des Magazins „Auszeit am Niederrhein“ herausgegeben und dafür schon sehr viel positive Resonanz erhalten. Wir finden, dass dieses Magazin noch informativer ist und mit interessanten und lustigen Reportagen, etwa zum Thema „Waldbaden- einen Tag und eine Nacht in der Natur“, schön unterhält. Wir freuen uns ganz besonders über das Engagement unserer Betriebe in der Region und dass wir neue Partner gewinnen konnten wie z.B. Familie Dingebauer mit ihren Hausbooten in Bislich oder das Landhotel Lebensart in Sonsbeck-Labbeck.

Besondere Orte am Niederrhein wollen entdeckt werden

Es gibt eine neue Rubrik im Magazin: „Besondere Orte“. Besondere Orte, wo Feiern und Tagungen zum Erlebnis werden. Uns liegt sehr viel daran, die Herbst-Winter-Saison stärker auszubauen. Deshalb bieten wir Empfehlungen zu „Schietwetter-Tagen“.

Dazu zählt natürlich unser Eissport- und Eventzentrum in Grefrath, unsere großen und kleinen Museen aber auch unsere Wellnesshotels, die auch Tagesspa anbieten und die Erlebnissaunen unserer Region. Auch zu Essen und Trinken finden Sie Tipps. Freizeittipps bietet unsere Broschüre „Freizeit am Niederrhein“, und wer noch eine Bleibe sucht, findet diese sicher in „Übernachten am Niederrhein“.


Was haben Sie sich für die Internet-Fans ausgedacht?

Wir haben seit 20. Dezember eine komplett überarbeitete Internetseite. Unter www.niederrhein-tourismus.de erwartet Sie eine übersichtliche und sehr inspirierende Darstellung der Region. Die Seite kann über Tablet, Smartphone etc., abgerufen werden, die Menüführung ist übersichtlich, und nach dem Googleprinzp kann der User eine Volltextsuche eingeben. Wir geben Tipps zu aktuellen Veranstaltungen oder Aktionen.

Schön finde ich auch, dass der User nicht nur Vorschläge zu seiner Eingabensuche erhält, sondern auch Tipps, was er sonst noch in der Nähe erleben kann. Die Broschüren können online angesehen oder auch heruntergeladen werden.


Ihr Ausblick auf 2017: Wir freuen uns auf das Jahr, weil wir eine Reihe von schönen Dingen in Planung haben. Unsere im Oktober 2016 gestartete Kooperation mit Sonnenklar TV endet an dem Wochenende 12. – 14. Mai mit einer Großveranstaltung im Wunderland Kalkar. Über 2000 Gäste aus ganz Deutschland kommen an den Niederrhein und verweilen hier ein Wochenende. Es wird ein tolles Programm geben.

Wir zeigen die Region, präsentieren uns mit unseren Partnern auf der Hausmesse (12. Mai) und vieles mehr. Seit 2017 sind wir auch für die Koordinierung des Niederrheinischen Radwandertages verantwortlich. Auch hier wird es Neuerungen geben. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, gemeinsam mit den Betrieben Erlebnisangebote zu schaffen, die unvergesslich bleiben.

Also, es wird auf alle Fälle keine Langeweile aufkommen und viel Bewegung in der Region geben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben