Notfall

Tretboot-Polizisten helfen verunglückten Seglern in Bocholt

Amm Unglücksort: Polizistinnen in einem  der beiden Tretboote auf dem Aasee in Bocholt.

Amm Unglücksort: Polizistinnen in einem der beiden Tretboote auf dem Aasee in Bocholt.

Foto: Kreispolizei Borken

Kreis Borken.   Polizeibeamte unterstützten die Feuerwehr bei der Rettung von zwei Männern auf dem Aasee in Bocholt. Es war nicht der erste Tretboot-Einsatz.

Notfall auf dem Bocholter Aasee: Zwei Segler waren dort an diesem Donnerstag (25. April 2019) in den Mittagsstunden in Seenot geraten. Und was macht die Polizei? Steigt ins Tretboot und hilft den beiden 48 und 36 Jahre alten Männern.

Während sich die ebenfalls alarmierte Feuerwehr mit einem Motorboot vom Anleger aus zur Unglücksstelle aufmachte, seien vier Polizisten in zwei Tretboote gestiegen, die ein Verleiher umgehend zur Verfügung gestellt hatte: „Zeitgleich traf die gesamte Rettungsflotte an dem gekenterten Boot ein“, berichtete ein Polizeisprecher.

Beide Segler seien wohlauf gewesen – der eine habe auf dem Kiel gesessen, der andere am Segel gewerkelt. Während die Polizisten von den Tretbooten aus die havarierte Jolle stabilisiert hätten, habe die Feuerwehr die beiden aus Rhede stammenden Männer an Bord genommen und sicher an Land gebracht.

Verfolgungsjagd auf dem Wasser

Für die Polizei war es nicht der erste Tretbooteinsatz auf dem Aasee. Schon im August 2018 hatten Beamte bei einer kräftezehrenden Verfolgungsjagd versucht, einen Tretbootdieb zu stellen – vergeblich: Der Unbekannte erreichte vor den Polizisten das Ufer und konnte türmen.

Gedankenspiele, sich ein eigenes Tretboot zuzulegen, gebe es bei der Kreispolizei bis dato nicht: „Übungseinheiten im Rahmen des Dienstsports wären allerdings eine Überlegung wert“, meinte der Polizeisprecher augenzwinkernd.

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