Wochenmärkte

In Moers untersucht die Stadt jetzt die Wochenmärkte

Foto: Volker Herold

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Moers.   Wie geht es weiter auf den Moerser Märkten? Zu dieser Frage soll die Stadt Daten liefern. Maßnahmen auf einem Markt haben sich bereits gelohnt.

Wie sieht die Zukunft der Moerser Wochenmärkte aus? Um eine verlässliche Antwort auf diese Frage zu finden, führt die Stadt eine Bestandsaufnahme durch. Bei einem Markt haben sich Maßnahmen, die vor einem Jahr getroffen wurden, bereits gelohnt.

Im Winter schlecht besetzt

„Wir werden die Märkte in Moers in den kommenden Wochen und Monaten genau unter die Lupe nehmen“, sagt Stadt-Pressesprecher Klaus Janczyk. Er folgt damit einem Wunsch aus der Politik, den Hartmut Hohmann (SPD) so formuliert: „Die Märkte in der Innenstadt kenne ich selbst. Sie sind im Winter schlecht besetzt. Ebenso haben viele Markthändler Nachwuchsprobleme. Das führt zu der Frage, wer die Standortakquise macht.“ Die Stadt will jetzt das Gespräch mit den Beschickern aller Moerser Märkte suchen, um eine breite Basis für die Bestandsaufnahme zu haben. Mit Ergebnissen sei im Sommer zu rechen.

Ein gezielter Blick auf die Wochenmärkte kann sich lohnen, wie das Beispiel Meerbeck zeigt. Seit fast genau einem Jahr gibt es dort das neue Konzept – und es kommt bei Marktbesuchern und -händlern gleichermaßen gut an.

„Die Verkleinerung der Marktfläche ist besser, und auch für die Parkplätze auf dem Platz bin ich der Stadt dankbar“, sagt Hans Josef Kempkens. Der Gelderner kann die Entwicklung auf dem Wochenmarkt gut beurteilen. Schon sein Vater war hier Markthändler, seit 54 Jahren kommt die Familie mittwochs und samstags nach Meerbeck. Vor drei Jahren habe er sich überlegt, mit seinem Stand nach Rheinhausen zu gehen.

Herz hängt an den Menschen

Doch dort hätte der Aufbau bereits um fünf Uhr morgens begonnen. Jetzt will Kempkens in Meerbeck bleiben, obwohl die Umsätze stagnieren: „Ich kennen die Kunden von Kindesbeinen an. Mein Herz hängt an den Menschen hier.“

Silke Göntgen ist mit einem Eier-Wagen in Meerbeck vertreten. „Durch die Parkplätze ist es besser geworden, aber das junge Publikum fehlt. Die Supermärkte machen uns das Leben auch nicht einfach.“ Den Fleischwagen haben die Göntgens inzwischen abgezogen. Silke Göntgen: „Dafür haben wir den Hofladen ausgebaut.“

Die Marktbesucher Karl Heinz Groot und Heinz Barkovic finden: „Für Autofahrer ist der Markt auf jeden Fall besser geworden. Insgesamt ist es auf dem Meerbecker Markt jetzt optimal.“

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