Extra Drei

Was man hat, das hat man

Glück und Geld hängen nicht zusammen, sagen Psychologen. Unsere Autorin fragt sich, warum dann gerade reiche Menschen so am Geld hängen.

Die Deutschen sind ziemlich glücklich, stand im neuen Glücksatlas. Für die, die es nicht sind, gibt es einen Trick. Psychologen sagen, er mache schnell wieder froh, durch „mentales Subtrahieren“. Viele Menschen würden leiden, weil sie stets mehr wollen – mehr Geld, mehr Auto, mehr Urlaub. Stattdessen sollte man sich zehn Sekunden lang vorstellen, wie es wäre, wenn etwas, an das man sich gewöhnt hat, fehlen würde – der Partner, der Job, Arme und Beine, ein Zuhause.

Und schwups, geht es einem besser. Der Trick funktioniert nicht nur mental. König Salman von Saudi Arabien beispielsweise fand sich neulich brutal real wieder, als auf einer seiner Reisen seine goldene Rolltreppe nicht funktionierte.

So hart kann das Leben sein, wenn man zu Fuß aus dem Jet die Treppe hinuntersteigen muss, wird sich der König erschrocken gedacht haben und von nun an seine Rolltreppe wertschätzen.

Da hat er lupenrein mental substrahiert. Viele aus seiner Gehaltsklasse werden das gerade sicher auch tun. Wenn sie sich vorzustellen, wie es wäre, wenn man das viele Geld, das man auf paradiesischen Inseln gewaschen hat, als Steuern an den Staat hätte zahlen müssen. Mental addiert dürfte die Summe zu ekstatischen Glückszuständen geführt haben. Die nennt man dann Raffgier.

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