Extra Drei

Resignation in Hosen?

Am 21. Januar 2018 ist der Tag der Jogginghose – da machen wir mit, werfen uns in das Schlabberteil und pfeifen auf Karl Lagerfeld. Oder?

Heute ist Freitag, der 27. August. Das wissen Sie vielleicht. Was Sie vielleicht nicht wissen ist, was heute für ein Tag ist. Ist heute der Weltnudeltag? Der Tag der Tag Bibliotheken? Der Tag der Vereinten Nationen? Der Tag des Salats?

Es gibt ja alle möglichen Tage. So ist am 21. Januar 2018, wie der ein oder andere bestimmt schon vorgemerkt hat, der Tag der Jogginghose. Da soll das Schlabberteil gefeiert werden – da werfen wir uns lässig in den legeren Fummel und pfeifen auf Karl Lagerfeld, der einmal behauptet haben soll: „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

Ja, am 21. Januar schließen wir uns der Auffassung von Frieder Kreezy von den Blogrebellen an, der unlängst herausgefunden hat, dass der Anzug „kleidungsgewordene Resignation“ bedeute, dagegen sei die „Jogginghose die textilgewordene Selbstbehauptung, die baumwollene Ich-Werdung. Je ausgebeulter, desto freier.“

Genug abgeschweift. Zurück in die Gegenwart. Heute ist Freitag, der 27. August, und heute ist nicht der Tag des Anzugs, der Tag des Kleides oder der Tag des Unterhemds. Heute ist der „Einfach-so-Tag“. „Just because Day“, sagen die Amerikaner. Warum es den Tag gibt? Keine Ahnung: Es gibt ihn. Just because. Einfach so.

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