Extra Drei

Nur gucken, nicht anfassen!

Nicht alles, was mit halbnackten Männern zu tun hat, ist gleichzeitig sexistischer Schweinkram. Manchmal steckt ein guter Grund dahinter.

Ich glaube, jetzt begebe ich mich auf dünnes Eis. Seit die „MeToo“-Kampagne gegen Sexismus Wellen schlägt, ist eigentlich alles, worüber man sich in dieser Richtung lustig macht, vermintes Gebiet. Und doch – es gibt sie, die halbnackten Männer, bei deren Anblick wir Frauen uns nicht mit Grausen abwenden, sondern lieber zweimal hinschauen, mehr noch – anfassen wollen, einmal nur ganz kurz, an die muskelgestählte, schweißgebadete Brust, um sich seufzend abzuwenden.

Zuhause gibt’s sowas in der Regel nicht.

Bin ich jetzt sexistisch? Jawoll. Sie haben es ja nicht anders gewollt, die australischen Feuerwehrmänner, die einmal im Jahr blankziehen – für einen guten Zweck. Den „Australian Firefighters Calendar“ gibt es für rund 20 Dollar plus Porto und stets geht der Erlös an eine Hilfsorganisation. 2,3 Millionen US-Dollar kamen so in 25 Jahren zusammen.

Für 2018 haben die Jungs noch mehr in Stellung gebracht als nur sich selbst und ihr Feuerwehrzubehör. In den tätowerten Armen halten sie – wie süß ist das denn? – Hundebabys, die sie aus brennenden Häusern gerettet haben. Da geht einem Herz und Portemonnaie auf. Ich werde den Kalender bestellen. Über Sexismus reden wir ein anderes Mal.

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