Extra Drei

Klarer Fall von Bärenhunger

Foto: Thomas Plaßmann

Wenn wir in der näheren Zukunft mal Eisbär- Mutter würden, wäre es gut, dass wir über die Weihnachtstage so viel Spekulatius gegessen haben.

Rein biologisch ist es ja eher unwahrscheinlich, dass man mal ein Eisbär-Baby zur Welt bringt. Aber es kann ja trotzdem nichts schaden, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Wenn man dann eines Morgens aufwacht, und man ist plötzlich Eisbär-Mama, dann soll wenigstens niemand sagen, man hätte nicht vorher alles getan, um den Job gut erledigen zu können.

Eisbärinnen müssen sich rechtzeitig einen dicken Speckbauch anfuttern.

Wenn das Baby mal da ist, kommen sie nämlich zehn Wochen lang nicht mehr zum Fressen. Lara, die Polarbärin aus dem Gelsenkirchener Zoom-Zoo, hat im November zum letzten Mal gefrühstückt. Am 4. Dezember kam dann ihr Bärenkind zur Welt. Seither heißt es für den neuen Erdenbären: Futtern bei Muttern. Es hat sein Geburtsgewicht schon auf 2000 Gramm verfünffacht. Zum Beweis schickte uns der Zoo gestern ein Foto.

Einen Namen hat das Bärchen noch nicht. Man weiß nicht, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Und wenn man es jetzt schon – zum Beispiel – auf den Namen Karlheinz taufen würde, und es stellte sich später heraus, dass es ein Weibchen ist, wäre das ja irgendwie unpassend.

Eisbärenjungtiere nehmen pro Tag rund 60 Gramm zu. Das können wir gut nachvollziehen. Da wissen wir wie das geht. Über die Feiertage haben wir das ja auch ganz locker geschafft.

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