Extra Drei

Eine neue Chance fürs Buch

Bücher finden immer weniger Käufer. Doch in einem Ort in Schottland hatte man eine Idee, wie man das Geschäft mit dem Buch wieder ankurbeln kann.

Vor wenigen Wochen stand sich halb Deutschland noch die Beine vor den Kassen der Buchhandlungen in den Bauch, weil Bücherverschenken offenbar immer noch zum Weihnachtsfest dazu gehört. Das ist schön, war aber nur eine kurze Freude, denn der Absatz ist rückläufig. Man kann spekulieren, ob das womöglich auch daran liegt, dass es einfach zu viele Bücher für zu wenige Leser gibt, weil ja heute jedes Dschungelcamp-Sternchen seine Lebensgeschichte/liebsten Kochrezepte/Fitnesstipps auf Papier drucken lässt, anstatt sich darauf zu beschränken, sie auf öden Parties rumzuerzählen. Aber ob es allein helfen würde, die Zahl der Neuerscheinungen zu reduzieren? Weiß man nicht!

Im schottischen Örtchen Wigtown probiert man jedenfalls etwas ganz Neues. Dort drohte einer Buchhandlung die Schließung. Jetzt wird der Laden von wechselnden Urlaubern geführt, die die Wohnung über dem Geschäft mieten können und zugleich für die Bücher zuständig sind - und sie zahlen sogar noch dafür. Seither boomt das Lädchen wieder. Bei den Kunden, aber auch bei den temporären Freizeitbuchhändlern. Freie Termine für Hobbygeschäftsführer gibt es erst wieder ab Herbst 2020.

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