Braunkohle-Protest

Garzweiler: Greenpeace-Aktivisten besetzen Tagebau-Bagger

Braunkohle-Gegner von Greenpeace habe am Donnerstag einen Bagger im Tagebau Garzweiler besetzt.

Braunkohle-Gegner von Greenpeace habe am Donnerstag einen Bagger im Tagebau Garzweiler besetzt.

Foto: Ralf Roeger / dpa

Erkelenz.  Umweltschützer fordern mehr Tempo beim Kohleausstieg. Deshalb besetzten sie am Donnerstag erneut einen Braunkohlebagger im Tagebau Garzweiler.

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Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstagmorgen einen Braunkohle-Bagger im Tagebaugebiet Garzweiler besetzt. Der RWE-Werksschutz und die Polizei waren nach Angaben der Behörde vor Ort. Der Einsatz habe um 8 Uhr begonnen. Nach Angaben von Greenpeace wurden zwei große Banner entrollt, auf denen ein schnellerer Stopp des Braunkohleabbaus gefordert wird.

Laut RWE waren 30 bis 35 Personen an der Aktion beteiligt. Einige der Greenpeace-Aktivisten hätten sich vor die Raupen des Baggers gestellt, andere die Banner entrollt. Der Bagger sei aus Sicherheitsgründen sofort gestoppt worden.

RWE: Greenpeace-Aktivisten bringen sich in erhebliche Gefahr

Ein RWE-Sprecher nannte die Aktion „leichtsinnig“. Die Teilnehmer brächten sich in erhebliche Gefahr. Greenpeace wirft RWE und der Politik laut Mitteilung eine „Verschleppung des Kohleausstiegs“ vor.

Greenpeace habe an den Gesprächen der Kohlekommission teilgenommen und den Abschluss für einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 mitgetragen, sagte dagegen der RWE-Sprecher. Die Umsetzung sei kompliziert und benötige einfach Zeit. Beispielsweise müssten für die Braunkohlebeschäftigten Rentenregelungen gefunden werden.

Bei der Abschaltung von Kraftwerken müsse weiter die Versorgungssicherheit im Blick behalten werden, hieß es bei RWE: „Das ist ein dickes Paket, das kann man nicht erzwingen - auch nicht mit einer Baggerbesetzung.“ (dpa)

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