IGA 2027

Gartenschaugesellschaft soll in Essen ihren Sitz haben

Lichtdurchflutet: So könnte bei der Ausstellung im Jahr 2027 der IGA-Pavillon in Duisburg aussehen.

Lichtdurchflutet: So könnte bei der Ausstellung im Jahr 2027 der IGA-Pavillon in Duisburg aussehen.

Foto: RVR/ARGE RMP/De zwarte Hond/Raumtaktik; Nachbearbeitung: werk3

An Rhein und Ruhr.   Die Vorbereitungen für die Internationale Gartenschau 2027 im Ruhrgebiet schreiten voran. Jetzt gibt es ein Konzept für eine Trägergesellschaft.

Im Jahr 2027 soll die Internationale Gartenschau (IGA) ins Ruhrgebiet kommen und laut zurückhaltender Schätzungen etwa 2,6 Millionen Besucher anziehen – ein Großereignis für die Region wie einst die Kulturhauptstadt. Jetzt gibt es ein Konzept für eine Trägergesellschaft, ein Gesellschaftsvertrag liegt im Entwurf vor. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) soll Ende Juni darüber entscheiden.

Die Gesellschaft soll den der Redaktion vorliegenden Unterlagen zufolge „IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH“ (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung) heißen und ihren Sitz in Essen haben. Mit 54,6% wird der RVR die Mehrheit der Anteile halten, die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft ist mit 13% dabei. Die übrigen Anteile verteilen sich bisher auf die Großstandorte Dortmund (14,4%), Duisburg (11,6%) und Gelsenkirchen (6,4%). Ein 15-köpfiger Aufsichtsrat wird über die Geschäftsführung wachen.

Vorschläge für die Zeit nach der IGA 2027

Die Gesellschaft soll die Gartenschau planen, vorbereiten, durchführen und schließlich abwickeln. Ausdrücklich heißt es, dass sie auch Vorschläge für die Nutzung der IGA-Flächen nach der Ausstellung entwickeln soll. Ende 2016 hatte das Ruhrgebiet den Zuschlag für die 2027-er IGA erhalten. Die Verantwortlichen beim RVR und in den Kommunen sehen die Schau als beträchtlichen Wirtschaftsfaktor. Sie erwarten einen kräftigen Schub für die Stadtentwicklung.

Die Verteilung der Gesellschafteranteile folgt den Angaben zufolge dem, was die Partner an Zuschüssen für die IGA-Durchführung bereitstellen. Ausdrücklich heißt es aber, dass nach Gründung der Gesellschaft auch mit den kleineren Sonderstandorten gesprochen werden soll, ob sie Gesellschafter werden. Einer dieser Sonderstandorte ist zum Beispiel Dinslaken.

Zuschüsse werden in Raten gezahlt

Eine Gesellschaftervereinbarung regelt die Zuschüsse, die die Durchführung der IGA anteilig finanziell sicherstellen sollen. Hinzu kommen fünf Millionen Euro Risikovorsorge für den Fall den Fälle. Der RVR soll demnach rund 20,3 Mio Euro bereitstellen, die Stadt Dortmund demnach 5,4 Mio, Duisburg 5,4 Mio und Gelsenkirchen 2,43 Mio Euro. Die Zahlung soll in Raten im Vorfeld der IGA 2027 erfolgen.

Die Prognosen für die Internationale Gartenschau sind sehr positiv. Geregelt ist in der Gesellschaftervereinbarung aber auch der „Worst Case“, der schlimmste anzunehmende Fall. Bei einem Verlust müsste der RVR mit maximal 4,13 Mio Euro einstehen, die Stadt Dortmund mit bis zu 1,1 Mio, Duisburg mit knapp 900.000 und Gelsenkirchen mit knapp 490.000 Euro.

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