Wandern

Hamminkelnerin präsentiert Wanderwege durch das Ruhrgebiet

Das Muttental im Ruhrgebiet bietet tolle Wanderwege.

Das Muttental im Ruhrgebiet bietet tolle Wanderwege.

Foto: Sabine Hauke

Gleich nebenan.   Sabine Hauke aus Hamminkeln hat das Ruhrgebiet als Wanderparadies entdeckt. In ihrem Buch präsentiert sie 20 Wanderrouten durch den Pott.

Sattgrüne Wiesen und Wälder, sprudelnde Bachläufe, die Natur singt und frohlockt – und mittendrin, die Wandersfrau. So denkt man sich Sabine Hauke mit Rucksack und dicksohligem Schuhwerk – irgendwo am Niederrhein. So manches feine Wanderbüchlein hat die Hamminkelnerin dazu geschrieben. Und jetzt: Wandern im Ruhrgebiet!

Und was lesen und sehen wir? Sattgrüne Wiesen und Wälder, sprudelnde Bachläufe, die Natur singt und frohlockt. Und Sabine Hauke ist selbst überrascht, wie natürlich sich das Ruhrgebiet zeigt, wie der Strukturwandel es herausgeputzt hat. Kennen Sie die Schönebecker Schweiz? Das Muttental? Das Weitmarer Holz? Die Uelzener Heide? Wunderbare Natur, idyllisch und lebendig – und selbst die ehemaligen Bergehalden entpuppen sich zum lohnenswerten Aufmarsch – nicht nur der tollen Aussicht wegen.

„Ich habe mich frisch ins Revier verliebt“

Sabine Hauke ist mit ihren „Wanderungen für die Seele“ zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. „Ich habe elf Jahre in Borbeck gearbeitet – und ich dachte, ich kenne das Ruhrgebiet. Doch ich bin auf meinen Streifzügen immer wieder überrascht worden“.


Ob Recklinghausen oder Bochum, Duisburg oder Castrop-Rauxel. „Ich habe mich frisch ins Revier verliebt“, schmunzelt Sabine Hauke.

Man kann ihr nun folgen auf 20 Wohlfühlwegen. „Genusswandern“ nennt sie das – und ergänzt die Touren mit hilfreichen Tipps zum Einkehren, Natur gucken, Kultur aufarbeiten oder Parkplatzmöglichkeit.

Zwischen 7,6 und kann 14 Kilometer lang sind die Routen. Und laden ein zum Entdecken: etwa die Halden Haniel und Schöttelheide bei Bottrop – mit Kreuzweg, Totems und der grandiosen Bergarena. Oder ein Abstecher in den Skulpturenwald Rheinelbe mit Himmelstreppe, Gelsenkirchen. Und wer hätte gedacht, dass es sich selbst am Gasometer in Oberhausen herrlich wandern lässt – mitten durch das Landschaftsschutzgebiet Grafenbusch.

Der Unterschied vom Ruhrgebiet zum Niederrhein

Die Wegbeschreibungen sind detailliert und hilfreich – immer mit vielen Tipps zu dem, was man leicht übersehen kann...

Und, Frau Hauke, wandert es sich im Ruhrgebiet anders als am Niederrhein? „Die beiden Regionen lassen sich nicht vergleichen. Am Niederrhein laufe ich drauf los, es gibt kaum Veränderungen in der Landschaft – außer vielleicht ‘mal einen versetzten Weidezaun. Im Ruhrgebiet spürt und sieht man noch den Strukturwandel, alles ist in Bewegung – wo heute vielleicht noch ein Industriewald ist, wird drei Monate später ein Bachlauf freigebaggert. Und ich mag die unverblümte Direktheit der Menschen. Wenn ich auf nicht ausgeschilderten Pfaden unterwegs war, gab es oft die liebenswerte Reaktion: „Na, hasse dich verlaufen?“

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