UNFALL

Frau fährt in Altena mit Auto in Fußgängergruppe

Frau fährt in Altena in Fußgängergruppe

Drei Männer sind am Freitag bei einem Unfall in Altena lebensgefährlich verletzt worden. Eine Autofahrerin war aus noch ungeklärten Gründen in eine Fußgängergruppe gefahren. Mit Hubschraubern wurden die Schwerverletzten in Kliniken gebracht.

Drei Männer sind am Freitag bei einem Unfall in Altena lebensgefährlich verletzt worden. Eine Autofahrerin war aus noch ungeklärten Gründen in eine Fußgängergruppe gefahren. Mit Hubschraubern wurden die Schwerverletzten in Kliniken gebracht.

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Altena.   Drei Männer werden bei einem Unfall in Altena lebensgefährlich verletzt. Polizei schließt Vorsatz als Ursache aus: „Es war ein Unfall“.

In Altena ist am Freitagnachmittag ein Kleinwagen von der Straße abgekommen und auf dem Gehweg in eine Fußgängergruppe gefahren. Dabei sind vier Männer (49 bis 64 Jahre) verletzt worden, drei von ihnen lebensgefährlich. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen.

Die Polizei geht von einem Unfall aus; es gebe keine Hinweise auf Vorsatz bei der Verursacherin. In einer ersten Vernehmung konnte sich die Frau (29) nicht erklären, wie es zu dem Vorfall kam, hieß es seitens der Polizei.

Das Lennetal ist eng. Am Fuße der Burg in Altena teilen sich die Einkaufszone, das Flüsschen Lenne, die Eisenbahnstrecke und die Bundesstraße 236 den wenigen Platz. Eine Gruppe von vier Männern (49 bis 64 Jahre) ist gestern Nachmittag zu Fuß unterwegs in Richtung Bahnhof, auf dem Gehweg entlang der B 236.

Zwei schwere Unfälle zur gleichen Zeit

In die gleiche Richtung fährt eine junge Frau mit ihrem dunkelblauen Opel Corsa. Um 15.30 Uhr passiert das Unfassbare: Die Frau kommt mit ihrem Auto plötzlich nach rechts von der Straße ab und fährt auf dem Bürgersteig in die Fußgängergruppe. Wohl nahezu ungebremst. Zwei Unfallopfer sind durch den Aufprall mehrere Meter weit geschleudert worden. Drei Männer – 49, 56 und 64 Jahre alt – erleiden lebensgefährliche Verletzungen.

Der Unfall trifft den Rettungsdienst der Kleinstadt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Notarzt und Krankenwagen sind bereits zu einem schweren Unfall geeilt, der sich kurz zuvor nur wenige Kilometer entfernt auf der B 236 in Richtung Nachbarstadt Werdohl ereignet hat. Die örtliche Feuerwehr und die Polizei sind schließlich die ersten Helfer, die an der neuen Unfallstelle eintreffen – bis Rettungswagen aus den Nachbarstädten, u. a. Lüdenscheid und Hemer, herbeigeeilt sind.

Aus dem wolkenverhangenen Himmel schweben nach und nach die knallgelben und orangen Rettungshubschrauber ein, vom ADAC und der Luftrettung des Bundesinnenministeriums: zwei landen unmittelbar an der Unfallstelle an einer nahegelegen Kreuzung, ein dritter auf der anderen Lenneseite. Die Helikopter bringen die drei Männer, bei denen wegen der Schwere ihrer Verletzungen Lebensgefahr besteht, in Spezialkliniken.

Langer Stau auf der B 236

Das Unfallfahrzeug hat die Polizei sichergestellt. „Es war ein Unfall. Als Ursache können wir bislang weder einen technischen Defekt am Auto noch ein medizinisches Problem bei der Fahrerin ausschließen“, sagt Polizeisprecher Dietmar Boronowski auf unsere Nachfrage am Abend.

Unmittelbar nach dem Unfall machten Gerüchte die Runde, nach denen es sich um einen Anschlag handeln solle. Vorsatz schließt die Polizei aber definitiv aus; dafür gebe es „keinerlei Hinweise“.

Auf der B 236, die während der Bergung der Verletzten komplett gesperrt ist, kommt es zu langen Staus, zumal etliche Autofahrer die Route durchs Lennetal als Alternative zur Autobahn A 45 gewählt hatten: Auf der Sauerlandlinie staut sich Verkehr vor Hagen, Wartezeit: eineinhalb Stunden. Nach einem Unfall.

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