Flüchtlinge: Moers mietet in Nachbarstadt

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Moers/Neukirchen-Vluyn. Die Stadt Moers sieht sich bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu einem ungewöhnlichen Schritt gezwungen: Sie mietet Wohnraum in der Nachbarstadt Neukirchen-Vluyn.

Moers benötigt Platz für 32 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die im Februar zugewiesen werden sollen. In der Stadt selbst habe man trotz intensiver Suche kein adäquates Gebäude gefunden, berichtete die Verwaltung. Da die Zeit dränge, sei man mit dem Bildungs- und Sozialwerk „Christliches Jugenddorf“ (CJD) über ein ungenutztes Gebäude in Neukirchen-Vluyn in Verhandlungen getreten und habe sich geeinigt. Der Hauptausschuss stimmte dem Vorgehen einstimmig zu. Bürgermeister Christoph Fleischhauer erwartet, dass der Mietvertrag nun unterschrieben wird.

Dass in Neukirchen-Vluyn Wohnraum für Flüchtlinge in absehbarer Zeit knapp wird und die Stadt ebenfalls mit dem CJD verhandelte, war in Moers durchaus bekannt. Der ungewöhnliche Schritt über die Stadtgrenze hinaus, so heißt es, sei aber vom Land in Ausnahmefällen gestattet – wenn nämlich unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Obdachlosigkeit droht.

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