Es lebe der golffahrende Golfer

Golfspieler fahren Ferrari, sie nippen am Champagner, verzehren Kaviar, sie tragen komische Kappen und laufen in karierten Hosen über grüne Wiesen. Aber der gemeine Golfspieler, so sieht es zumindest Martin Schulz, ist auch ganz schön gefährlich. Denn „die Arroganz“ dieser schlagenden Verbindung, so der Kanzlerkandidat, gefährde „den Kern der deutschen Industrie“. Ihn, also Schulz, interessierten „die Golffahrer jedenfalls mehr als die Golf­spieler“.

Golfspieler fahren Ferrari, sie nippen am Champagner, verzehren Kaviar, sie tragen komische Kappen und laufen in karierten Hosen über grüne Wiesen. Aber der gemeine Golfspieler, so sieht es zumindest Martin Schulz, ist auch ganz schön gefährlich. Denn „die Arroganz“ dieser schlagenden Verbindung, so der Kanzlerkandidat, gefährde „den Kern der deutschen Industrie“. Ihn, also Schulz, interessierten „die Golffahrer jedenfalls mehr als die Golf­spieler“.

Das sind in der Tat bemerkenswerte Aussagen, die natürlich Fragen aufwerfen. Allen voran die: Was hält der Mann von golffahrenden Golfspielern? Oder ist diese Kombination ein Widerspruch in sich? Golf und Golf – schließt sich das wirklich aus? Fragen wir einen, der es wissen muss. Fragen wir Claus M. Kobold.

Der ist Präsident des Deutschen Golfverbandes, und in dieser Funktion fühlte er sich jetzt berufen, auf das Bierzelt-Geplapper eines Politikers bierernst zu antworten. Tenor: Wir sind gar nicht arrogant, wir gefährden „mit großer Sicherheit“ keinen Industriezweig, und es gäbe sogar Golfer, die Golf fahren.

Prima, Herr Claus M. Kobold. Danke für Ihren öffentlichen Brief an Herrn Schulz. Wenn Sie sonst keine Sorgen haben, muss es Ihnen beneidenswert gut gehen... Vielleicht ist es ja wirklich keine schlechte Idee, in Ihrer Welt zu leben. Ohnehin: Karierte Hosen sehen doch eigentlich ganz cool aus, oder..?

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