Ein Flaggschiff für den Radtourismus im Revier

Ruhrgebiet/Sauerland.   Das Ruhrgebiet hat Radwanderern eine Menge zu bieten. Ob Ruhrtalradweg, Römer-Lippe-Route oder die Route der Industriekultur per Rad; Zwischen Moers im Westen und Hamm im Osten steht ein Wegenetz von 1200 Kilometern bereit. Mit diesem Pfund wollen die Werber von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) im nächsten Jahr groß wuchern.

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Das Ruhrgebiet hat Radwanderern eine Menge zu bieten. Ob Ruhrtalradweg, Römer-Lippe-Route oder die Route der Industriekultur per Rad; Zwischen Moers im Westen und Hamm im Osten steht ein Wegenetz von 1200 Kilometern bereit. Mit diesem Pfund wollen die Werber von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) im nächsten Jahr groß wuchern.

Die neugeformte Marke „Radrevier Ruhr“ soll bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, der Fachmesse schlechthin, im Blickpunkt stehen, sagte eine Sprecherin gestern auf NRZ-Nachfrage. Wenig später soll ein digitaler Tourenplaner ans Netz gehen. Fast 390 000 Euro stehen allein im nächsten Jahr bereit, um dem Radtourismus im Revier einen kräftigen Schub zu geben.

Ein Flaggschiff bleibt dabei der 240 Kilometer lange, im Jahr 2006 gestartete Ruhrtalradweg – eine Kooproduktion mit den Städten und dem Tourismus im Sauerland. „Er ist einer der erfolgreichsten Fernradwege in Deutschland“, betont RTG-Chef Axel Biermann. Die Konkurrenz heißt Elberadweg oder Weserradweg. Biermann stellte gestern Ergebnisse der jüngsten Gästebefragung auf dem Ruhrtalradweg von 2016 vor. Einmal mehr gab es gute und Bestnoten für Wegoberfläche, Charakter der Strecke und Ausschilderung. Kaum jemand, der den Weg nicht weiter empfehlen will.

Zertifizierte Herbergen

3,7 Tage hält sich der durchschnittliche Radwanderer zwischen Winterberg und Duisburg auf. Bei den Quartieren erwartet ihn geprüfte Qualität. „Seit 2015 müssen alle unsere Partnerbetriebe Bed’n’Bike-zertifiziert sein“, sagt Biermann – also z. B. Gäste auch für nur eine Nacht nehmen, Trockenraum und Reparaturkoffer bieten.

Nichts ist so, dass es nicht noch besser werden kann. Drei Maßnahmen stehen in den nächsten Jahren an: Bei Olsberg wird die Route wegen eines Autobahnbaus gen Süden über Ostwig verlegt; in Hattingen wird der Routenverlauf dauerhaft auf die Südseite der Ruhr verlagert, und ab dem Naturschwimmbad Styrum führt der Weg durch die Ruhrauen. Daher entfällt der Schlenker über Alstaden. Eine Bilanz der ersten zehn Jahre Ruhrtalweg (2006-2016) kann jetzt, sehr aufwändig gestaltet, im Internet heruntergeladen werden. Es gibt sie auch als Buch, aber nur für die Projektpartner.

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