Jahrestag

Steinmeier: Mut der Hitler-Attentäter bleibt unvergessen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Mai während der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes im Park von Schloss Bellevue. Nun nahm er eine Videobotschaft auf.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Mai während der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes im Park von Schloss Bellevue. Nun nahm er eine Videobotschaft auf.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin.  Vor 75 Jahren scheiterten die NS-Widerstandskämpfer mit ihrem Hitler-Attentat. Auf Instagram würdigt Steinmeier den Mut der Attentäter.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einem Video-Statement auf Instagram die Widerstandskämpfer gewürdigt, die vor 75 Jahren mit ihrem Attentat auf Adolf Hitler scheiterten.

„Den verzweifelten Versuch der mutigen Widerständler vom 20. Juli, den grausamen Krieg und die Herrschaft des Nazi-Regimes zu beenden, haben die daran Beteiligten und ihre Unterstützer mit ihrem Leben bezahlt“, sagte Steinmeier in dem Video. „Ihr Mut bleibt uns unvergessen.“

Es habe zu wenig Widerstand gegen das Hitler-Regime gegeben, sagte der Bundespräsident. „Aber es gab die Mutigen, die nicht weggeschaut haben, die Mitmenschlichkeit bewahrt haben, die andere vor Verfolgung geschützt haben und die Naziverbrechen vereitelt haben“, ergänzte er.

Steinmeier erinnert auf Instagram auch an Gruppe „Weiße Rose“

Alle, die Widerstand geleistet haben, hätten Freiheit, Gesundheit, sogar ihr Leben riskiert. Steinmeier erinnerte in seiner Video-Botschaft auch an die Gruppe „Weiße Rose“ um Sophie Scholl und den ebenfalls gescheiterten Attentatsversuch von Georg Elser.

Viel zu lange sei den Widerstandskämpfern vom 20. Juli 1944 Anerkennung verweigert worden. „Dabei sind sie ein so wichtiger Teil der deutschen Freiheitsgeschichte“, sagte er. Zum 75. Jahrestag richtet die Bundesregierung am Samstag eine Gedenkstunde aus, zu der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet wird.

Stauffenberg und drei Mitverschwörer wurden hingerichtet

Eine Gruppe deutscher Offiziere um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte am 20. Juli 1944, Adolf Hitler zu töten. Der Sprengstoffangriff im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ scheiterte. Stauffenberg und drei seiner Mitverschwörer wurden noch in der Nacht zum 21. Juli in Berlin erschossen.

In den folgenden Wochen wurden weitere rund 200 Mitwisser und Angehörige des Widerstands hingerichtet. Viele andere wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.

Im vergangenen Jahr hatte der niedersächsischen AfD-Nachwuchspolitiker Lars Steinke den Widerständler Stauffenberg als Verräter und Feigling bezeichnet. Der Enkel des Hitler-Attentäters konterte die AfD-Polemik. (les/dpa)

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