Falschnachrichten

So will die EU den Kampf gegen „fake news“ gewinnen

Wie erkenne ich Fake News?

Richtig oder falsch? Fake News sind im Internet oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen – wie man es trotzdem schafft und warum Social Bots nicht immer gleich böse sein müssen, erklärt Redakteur und Netz-Experte Leon Scherfig.

Richtig oder falsch? Fake News sind im Internet oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen – wie man es trotzdem schafft und warum Social Bots nicht immer gleich böse sein müssen, erklärt Redakteur und Netz-Experte Leon Scherfig.

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Brüssel  Die EU nimmt soziale Netzwerke beim Thema „fake news“ in die Pflicht. Vertrauenswürdige Postings sollen besser sichtbar gemacht werden.

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Im Kampf gegen Falschnachrichten empfiehlt eine EU-Expertenkommission einen Kodex mit zehn Prinzipien für soziale Netzwerke. Diese sollen sich unter anderem verpflichten, vertrauenswürdige Informationen herkömmlicher Medien sichtbarer und für Nutzer leichter zugänglich zu machen. Zudem sollen sie besser erklären, wie Algorithmen Nachrichten aussuchen und gewichten.

Die Empfehlungen aus dem Schlussbericht der Expertengruppe zu Falschnachrichten und Desinformation veröffentlichte die EU-Kommission am Montag in Brüssel. Die 39 Fachleute raten, den Begriff „fake news“ zu vermeiden und stattdessen von Desinformation zu sprechen. Diese wird definiert als falsche, fehlerhafte oder irreführende Information mit dem Ziel, der Öffentlichkeit zu schaden oder Profit zu machen.

Experten sprechen sich gegen jede Art von Zensur aus

Die im Januar eingesetzte Expertengruppe rät ausdrücklich von „simplistischen Lösungen“ ab. Jede Art von Zensur sei zu vermeiden. Angebracht sei hingegen eine Mischung aus kurz- und mittelfristigen Maßnahmen. Neben erhöhter Transparenz bei Online-Nachrichten empfehlen die Fachleute bessere Bildung der Nutzer im Umgang mit Informationen, damit sie falsche Nachrichten leichter entdecken. Zudem dringen sie darauf, die Vielfalt von Nachrichtenmedien in Europa langfristig zu erhalten.

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Die Verbreitung von Halbwahrheiten und gezielten Falschmeldungen im Internet sorgt der Umfrage Eurobarometer zufolge viele Europäer. So sagten 83 Prozent der rund 26.000 Teilnehmer, das Phänomen sei eine Bedrohung für die Demokratie. Traditionelle Medien gelten demnach als relativ glaubwürdige Nachrichtenquellen: Im Eurobarometer nannten 70 Prozent das Radio, 66 Prozent Fernsehen und 63 Prozent Printmedien, während reine Onlinequellen nur bei 26 bis 27 Prozent der Befragten Vertrauen genossen. (dpa)

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