Lehrer

Ins kalte Wasser gesprungen: Eine Seiteneinsteigerin erzählt

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Essen.  Es sollte nur eine Übergangslösung werden. Jetzt ist Maria F.* seit sieben Jahren Lehrerin - und glücklich mit ihrem Job. Hier erzählt sie warum.

„Ich arbeite jetzt seit sieben Jahren als Lehrerin an einer Realschule und unterrichte die Fächer evangelische Religion, Englisch und Geschichte.

Ich habe evangelische Theologie studiert und hatte eigentlich vor, nach dem Abschluss an der Uni zu lehren. Als ich dann aber mit meinem Diplom auf Jobsuche ging, da fand ich schnell eine Stelle an einer Schule. Eigentlich sollte der Job als Lehrer keine Dauerlösung sein, aber ich hatte schnell das Gefühl, dass mir das Unterrichten liegt.

Von allen Seiten habe ich sofort viel positives Feedback bekommen, von meinen Kollegen und der Schulleitung ebenso wie von den Schülern selbst. Also bin ich dabei geblieben und bin nach wie vor sehr gerne Lehrerin.

Kollegen haben geholfen

Natürlich musste ich mich anfangs in einige Bereiche einarbeiten. Ich hatte ja keine Erfahrung im Unterrichten. Und ein gewisses Fachwissen haben oder selbst eine Sprache sprechen, das ist schon etwas anderes, als diese Inhalte anderen zu vermitteln. Aber ich habe viele nette Kollegen, die mich am Anfang unterstützt haben und auch die pädagogische Einführung, an der ich nach einiger Zeit teilnehmen konnte, hat mich ein großes Stück weitergebracht.

Inzwischen bin ich Klassenlehrerin einer siebten Klasse. Diese Verantwortung übernehmen zu dürfen ist ein großer Vertrauensbeweis, über den ich mich sehr gefreut habe. Als klar war, dass ich meine eigene Klasse bekomme, da war ich aber auch nervös, ob ich dieser Verantwortung gerecht werden kann. Denn natürlich ist die Rolle als Klassenlehrerin auch eine Herausforderung. Inzwischen überwiegt aber ganz klar die Freude darüber, dass ich diese Kinder bis zu ihrem Abschluss begleiten darf.

Als Klassenlehrerin kann ich viel mehr Zeit mit meinen Schülern verbringen, als wenn ich eine Klasse nur in einem Fach unterrichte. Die Entwicklung und die Fortschritte der Kinder so nah miterleben zu können, das ist eine sehr schöne Seite meines Berufs!“

*) Name von der Redaktion geändert

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