Kriminalität

Polizei in NRW warnt vor neuen Betrugsmaschen

Der Mit

Der Mit

Foto: dpa

An Rhein und Ruhr.   „Schlüsseldiensttrick“ und „Justiz“ am Telefon – Kriminellen in Nordrhein-Westfalen fällt immer wieder etwas Neues ein.

Wenn es darum geht, an das Geld anderer Leute zu kommen, sind Betrüger findig. Die Kriminellen entwickeln stets neue Maschen oder wandeln bekannte ab. Jetzt warnen zwei nordrhein-westfälische Polizeibehörden vor neuen Tricks. Grundsätzlich gilt: Misstrauisch sein und im Zweifelsfall die Polizei ( 110) rufen.

In Wuppertal klingelte ein Unbekannter am Montag an Haustüren. Er gab vor, sich ausgesperrt zu haben und Bargeld für einen Schlüsseldienst zu benötigen. Er beteuerte wortreich, das Geld zurückzugeben, wenn er in „seiner“ Wohnung sei. Wie die Polizei berichtet, fielen in zwei Fällen hilfsbereite Menschen auf die Masche rein und händigten dem Täter Geld aus (der sich dann nicht mehr blicken ließ). In einem dritten Fall wurde ein Opfer misstrauisch, schickte den Betrüger fort.

Angebliches Strafverfahren

Dass Betrüger Schreiben mit gefälschten Briefköpfen von Gerichten oder Staatsanwaltschaften verschicken und angebliche Bußgelder einfordern, kennt man. Von einer neuen Variante berichtet die Polizei in Coesfeld: Im Kreisgebiet dort wurden mehrere Bürger angerufen, eine Computerstimme meldete sich, gab an, für eine Justizbehörde zu sprechen und behauptete, dass ein Strafverfahren im Gange sei. Die Angerufenen wurden aufgefordert, sich mit der Telefontastatur durch ein Menü zu klicken – das allerdings war kostenpflichtig, wie sich später herausstellte.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben