Umweltschutz

Plastiktütenverbot geplant – Konsum um 60 Prozent gesunken

Plastiktüten-Verbot kommt

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will raus aus der "Wegwerfgesellschaft" und den Gebrauch von Plastik insgesamt verringern.

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Berlin.  Seit Plastiktüten im Supermarkt etwas kosten, ist der Verbrauch stark zurückgegangen. Ein Verbot soll den Trend weiter ankurbeln.

Plastiktüten sollen endgültig verbannt werden: Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will sie bundesweit verbieten lassen. „Mein Ministerium erarbeitet gerade die gesetzliche Regelung für ein Plastiktütenverbot“, sagte Schulze der „Bild am Sonntag“.

Eine freiwillige Vereinbarung mit dem Handel zur Verringerung der Tüten sei bereits „sehr erfolgreich“, seit 2016 sinke der Verbrauch deutlich. „Das sichern wir jetzt mit dem Verbot ab“, erläuterte Schulze.

Doch in der der Union gibt es auch Skepsis bezüglich eines Verbotes. Mit Michael Kretscher (CDU) aus Sachsen äußert nun ein Ministerpräsident Zweifel an immer neuen Verboten zum Zwecke des Umweltschutzes. Er erklärte derweil, wie er selbst mit den Tüten umgehe.

Wann ihr Gesetzentwurf fertig sein soll, konnte die Ministerin der Zeitung zufolge nicht mitteilen. In der Vergangenheit hatte sich Schulze zurückhaltend über ein Plastiktütenverbot und ähnliche Maßnahmen geäußert. So konnte man noch im Februar bei „Hart aber fair“ hören,

Plastiktütenverbot: Initiative auch im Bundesrat

Im Mai hatte ein Sprecher des Umweltministeriums entsprechende Vorschläge mit den Worten zurückgewiesen, Plastiktüten machten nur ein Prozent der Verpackungen aus Plastik aus, das könne „nicht die Stellschraube“ sein: „Plastiktüten sind ein Randphänomen.“

Eine von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Initiative zum Verbot von Plastiktüten ist laut „Bild am Sonntag“ inzwischen beim Bundesrat eingegangen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht das Verbot von Plastiktüten hingegen skeptisch. „Ständig neue Verbote machen das Leben auch nicht angenehmer“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Er selbst benutze sehr selten Plastiktüten, und die Gesellschaft insgesamt werde immer sensibler, so Kretschmer. Darauf reagiere auch der Handel.

Die von der EU geforderten „Inverkehrsbringungsverbote“ von bestimmten Kunststoffprodukten sollen demnach auf „Einwegtragetaschen aus Kunststoff“ ausgeweitet werden. Der Bundesrat werde sich am 20. September mit dem Antrag befassen.

In den vergangenen Monaten ist Plastik immer stärker als Problem ins Bewusstsein gerückt, auch der Handel zog Konsequenzen.

und

Die Sorge um die Umwelt ist das eine, schwieriger ist es jedoch, das Verhalten zu ändern.

Dazu passen auch die neusten Zahlen aus dem

Dabei ist es gar nicht so schwierig, seinen Konsum zu verringern:

(epd/cho)

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