Ausbildung

Minister sauer über Reduzierung der Ausbildungsplätze in Betrieben

Arbeitsminister Guntram Schneider drängt die Industrie- und Handelskammern (IHK), eine regionale Umlage für mehr Ausbildungsplätze zu erheben.

Arbeitsminister Guntram Schneider drängt die Industrie- und Handelskammern (IHK), eine regionale Umlage für mehr Ausbildungsplätze zu erheben.

Foto: dpa

Düsseldorf.  NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) ist verärgert, dass die Unternehmen im Lande immer weniger Lehrstellen anbieten. Er fordert daher nun die Industrie- und Handelskammern auf, eine Umlage für zusätzliche Ausbildungsplätze zu erheben.

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NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) fordert eine Ausbildungsumlage der Kammern für Firmen, die nicht ausbilden. "60 Prozent der NRW-Firmen könnten ausbilden, aber nur 30 Prozent bilden aus", sagte Schneider unserer Redaktion.

Weil trotz früherer Zusagen der Arbeitgeber im Ausbildungskonsens die Zahl der Lehrstellen in NRW 2013 zum dritten Mal in Folge gesunken ist, drängte Schneider die Industrie- und Handelskammern (IHK), eine regionale Umlage für mehr Ausbildungsplätze zu erheben. Der Arbeitsminister hält die Erhebung einer freiwilligen Umlage für sinnvoller als die Einführung einer gesetzlichen Ausbildungsplatzabgabe.

Argument der Arbeitgeber zieht für Schneider nicht

Schneider zeigte sich verärgert, dass in einzelnen industriellen Kernberufen die Zahl der Lehrstellen um bis zu zehn Prozent rückläufig ist. Das Argument der Arbeitgeber, dass ein Großteil der Bewerber nicht ausbildungsreif sei, ließ Schneider nicht gelten. „Zwei Drittel der Unversorgten haben mittlere Reife oder eine Studienberechtigung. Damit wird man wohl noch Schlosser werden können.“

Ausbildungsmarkt Zum Stichtag 1. Oktober hatten 24.000 Lehrstellenbewerber in NRW keinen Ausbildungsplatz – 3000 mehr als 2012. Insgesamt sank die Zahl der Ausbildungsplätze um 3000 auf 101.000 in NRW.

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