Innere Sicherheit

NRW: Polizei zählt weniger islamistische Gefährder

Ein Mann in traditioneller Bekleidung steht vor dem Versammlungsort der Salafisten /Archivbild). Die Zahl islamistischer Gefährder in NRW ist laut Innenministerium gesunken.

Ein Mann in traditioneller Bekleidung steht vor dem Versammlungsort der Salafisten /Archivbild). Die Zahl islamistischer Gefährder in NRW ist laut Innenministerium gesunken.

Foto: Florian Schuh / dpa

Düsseldorf.  Die Zahl der islamistischen Gefährder ist laut NRW-Innenministerium gesunken. Neu ist, dass erstmals seit 2010 ein linker Gefährder geführt wird.

Die Zahl islamistischer Gefährder in NRW ist laut Innenministerium im Jahr 2019 auf 221 Personen zurück gegangen. 2018 zählte man noch 264 Gefährder. Gleichzeitig wurde 2019 erstmals seit 2010 eine Person aus dem linken Spektrum als Gefährder geführt. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag hervor.

Zahl relevanter Personen in islamistischer Szene gestiegen

Demnach ist die Zahl relevanter Personen aus der islamistischen Szene 2019 auf 176 (2018: 155) gestiegen - die höchste Zahl in zehn Jahren. Im linken Spektrum wurden neben dem einzelnen Gefährder 21 relevante Personen registriert. In der rechten Szene zählten die Sicherheitsbehörden 17 Gefährder und 15 relevante Personen. Bei sogenannten ausländischen Ideologien waren es 6 Gefährder und 15 relevante Personen.

Als Gefährder werden Menschen bezeichnet, von denen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ausgeht - weil sie als potenzielle Terroristen gelten. Relevante Personen können zum Beispiel Unterstützer oder Kontakte von Gefährdern sein. Die Begriffe sind polizeiintern definiert, haben aber keine rechtliche Bedeutung. (dpa)

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