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Jugendparlamente im Kreis Olpe haben Nachwuchsprobleme

Das Jugendparlament in Attendorn: Sie sind ein Sprachrohr für die junge Generation.

Das Jugendparlament in Attendorn: Sie sind ein Sprachrohr für die junge Generation.

Foto: Jugendparlament

Kreis Olpe.   Das Phänomen ist bekannt und trifft auch auf den Kreis Olpe zu: Es finden sich nur wenige Jugendliche, die sich für ihre Stadt engagieren wollen. Zum Beispiel in den Jugendparlamenten.

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>>>Beispiel Lennestadt

  • Das Jugendparlament Lennestadt, das seit 2012 existiert, zählt aktuell nicht mehr als ein Dutzend Mitglieder. „Letztes Jahr waren wir noch mehr, doch leider haben einige mit ihrem Studium begonnen“, erklärt die 1. Vorsitzende Liza Beci (18) und sagt deutlich: „Wir haben ein Nachwuchsproblem.“ Gründe für das Fernbleiben der Gleichaltrigen sei neben den langen Unterrichtszeiten ein Desinteresse an der Kommunalpolitik. „Und viele können sich leider nicht vorstellen, was wir im Parlament so machen“, betont sie.

>>> Beispiel Attendorn

  • Das Jugendparlament in Attendorn verfügt derzeit zwar wieder über circa 15 Mitglieder, doch auch in der Hansestadt fehlte lange Zeit der Nachwuchs. Viktoria Korte erzählt: „Zwischenzeitlich haben wir kaum noch Anklang gefunden und so wenige Jugendliche haben mitgemacht, dass sogar im Gespräch war, unser Parlament aufzulösen.“

  • Glücklicherweise hätten sich im vergangenen Jahr wieder mehr junge Attendorner dazu entschlossen, mitzumachen. Regelmäßige Treffen im Rathaus gibt es allerdings nicht. Fabio D’Alessandro: „Früher hatten wir feste Sitzungstage, das haben wir aber abgeschafft. Wir treffen uns spontan und dann, wenn es die Planung von Projekten und Veranstaltungen erfordert.“ Es gebe auch Monate, da treffe man sich überhaupt nicht, und dann wieder Phasen, in denen regelmäßige Treffen organisiert würden. „Das hängt davon ab, welche Themen anstehen “, sagt der 17-Jährige.

>>> Beispiel Olpe

  • Die Olper Gruppe, das mit ihren 20 Mitgliedern stärkste Jugendsprachrohr im Kreis, trifft sich im Rathaus oder im Lorenz-Jäger-Haus. Zum Ablauf eines solchen Treffens erklärt Ceyda Nur Kara (18): „In den Sitzungen wird ein Thema vorgestellt, danach bilden wir Arbeitsgruppen, die sich dann zusammenfinden und bei Bedarf öfter treffen.“ Häufig kämen laut Fenna Kehlenbach (17) auch Olper zu diesen Sitzungen, die selber Jugendarbeit leisteten, um dann ihrerseits Themen einzubringen.

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