Reaktionen

Kirchen in NRW bestürzt über Anschläge in Sri Lanka

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Gerade das Osterfest verkündet, woran wir Christenmenschen glauben: An die Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod.“

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Gerade das Osterfest verkündet, woran wir Christenmenschen glauben: An die Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod.“

Foto: Thomas Frey/dpa (Archiv)

Düsseldorf.   Die Terrorserie in Sri Lanka schlägt sich auch in den Osterpredigten in NRW nieder. Leitende Geistliche fordern zu Gebeten und Solidarität auf.

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Mit Solidaritätsbekundungen für die Opfer und Aufrufen zu Gebeten haben die Kirchen in Nordrhein-Westfalen auf die verheerende Anschlagsserie in Sri Lanka reagiert. „Meine Gebete gelten den Opfern – wohl zumeist Christinnen und Christen – der Gewalt“, schrieb der rheinische Präses Manfred Rekowski auf seinem Präsesblog im Internet.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus. Bei einer Serie von Terroranschlägen kamen am Ostersonntag in Sri Lanka Berichten zufolge mehr als 200 Menschen ums Leben.

Osterfreude wird überschattet

Die Osterfreude werde überschattet von den Bombenexplosionen in Kirchen und Hotels in Sri Lanka, schrieb Rekowski in seinem Blog. „Gerade das Osterfest verkündet, woran wir Christenmenschen glauben: An die Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod, und daran, dass um Christi Willen Friede unser Leben prägen soll.“

Beim Ostergottesdienst am Sonntag, den Rekowski in der Dorfkirche in Schermbeck-Gahlen (Kreis Wesel) hielt, wurde in Fürbitten der Opfer gedacht.

„Tod und Hass haben keine endgültige Macht“

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Marx, erklärte: „Sprachlos stehen wir dieser Welle blinder Gewalt gegenüber, die zum Osterfest die gesamte Bevölkerung Sri Lankas, die vielen Gäste aus dem Ausland und insbesondere die Kirche getroffen hat.“ In diesem Moment grausamen Blutvergießens, in dem die Freude über das Osterfest getrübt werde, übermittle er „unsere Solidarität und vor allem unser Gebet: Tod und Hass haben keine endgültige Macht über den Menschen“, schrieb Marx in einem am Sonntag veröffentlichten Brief an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Sri Lanka, Bischof Julian Winston Fernando. „Daran glauben wir, gerade an Ostern“, unterstrich Marx.

Auch Rechtspopulismus Thema in Predigten

Themen der Osterpredigten waren zudem Rechtspopulismus, Engagement für Demokratie und eine solidarische Gesellschaft. Der Münsteraner Bischof Felix Genn rief in seiner Predigt am Sonntag im Münsteraner Dom dazu auf, sich mit der Beteiligung an den EU-Wahlen gegen Rassismus und Intoleranz einzusetzen. Die Osterbotschaft sei eine Absage an Nationalismus und Abschottung, sagte er am Ostersonntag laut Redetext im Münsteraner Dom.

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker erklärte in seiner Predigt, dass Ostern zu einem Leben für andere Menschen verpflichte. Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki unterstrich, dass die Auferstehungsgeschichte „den Weg in eine tiefe Gemeinschaft mit dem Herrn“ zeige.

An Ostersonntag feierten Christen auf der ganzen Welt die in den biblischen Berichten erzählte Auferstehung des gekreuzigten Jesus Christus. Ostern ist der höchste Feiertag im christlichen Kalender. (epd)

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