Daniela Schneckenburger

Frühere Grünen-Landeschefin will OB in Dortmund werden

Die Dortmunder Schul- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger will für die Grünen das Oberbürgermeisteramt ihrer Stadt erobern.

Die Dortmunder Schul- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger will für die Grünen das Oberbürgermeisteramt ihrer Stadt erobern.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Die OB-Wahl in Dortmund verspricht spannend zu werden. Die Ex-NRW-Chefin der Grünen, Daniela Schneckenburger, hat ihren Hut in den Ring geworfen.

Die frühere NRW-Vorsitzende der Grünen, Daniela Schneckenburger, will Oberbürgermeisterin von Dortmund werden. „Liebe Freundinnen und Freunde, ich bewerbe mich bei euch um eine Aufgabe, die nicht spannender und herausfordernder sein könnte: ich will als eure OB-Kandidatin mit euch zusammen in den Kommunalwahlkampf 2020 gehen“, so Schneckenburger in einem „Bewerbungsschreiben“ an ihre Dortmunder Parteifreunde, das dieser Redaktion vorliegt.

Kreisverband entscheidet am 6. Februar

„Es ist jetzt Zeit für mehr Grün“, betonte die amtierende Dortmunder Schuldezernentin darin. Als politische Ziele nannte sie unter anderem das Voranbringen der Verkehrswende, die Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Dortmunder Kreisverband der Grünen will am 6. Februar über die Bewerbung entscheiden. Ein positives Votum gilt aber als sicher. Bei der Suche nach einem geeigneten OB-Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September ruhten die Hoffnungen der Dortmunder Grünen seit Monaten auf der 59-Jährigen.

Schneckenburger ist in Dortmund fest verankert und ein bekanntes Gesicht. Viele Jahre war sie Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat. Schon 2004 war sie Kandidatin ihrer Partei für das OB-Amt, erhielt im ersten Wahlgang damals aber nur 7,7 Prozent der Stimmen. Ab 2006 rückte die frühere Gesamtschullehrerin auch landespolitisch ins Blickfeld. Vier Jahre war Schneckenburger Ko-Landesvorsitzende ihrer Partei, anschließend Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionschefin in Düsseldorf. Seit 2015 ist die zweifache Muttern Dezernentin für Schule, Jugend und Familie in ihrer Heimatstadt Dortmund.

Mit der Kandidatur Schneckenburgers bekommt der Kampf um den OB-Posten in der größten Ruhrgebietsstadt zusätzlichen Schwung. Amtsinhaber Ullrich Sierau (SPD) tritt nach zehn Jahren nicht mehr an. Die SPD schickt mit Thomas Westphal den derzeitigen Chef der städtischen Wirtschaftsförderung ins Rennen. Er hat es bereits mit einem Widersacher von der CDU zu tun bekommen, den selbst in der eigenen Partei viele nicht auf der Rechnung hatten. Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein will der SPD den OB-Posten in ihrer einstigen „Herzkammer“ abjagen. Die Kandidatur des durch sein offenes Eintreten für Flüchtlinge und durch eine Messerattacke auf ihn bundesweit bekannt gewordenen CDU-Mannes gilt manchen als Coup der örtlichen CDU, anderen als deren Bankrotterklärung. Die CDU hatte zuvor auch mit der Idee eines gemeinsamen schwarz-grünen Kandidaten geliebäugelt.

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