NRW-Polizei

Arbeitskonten NRW-Polizei: Minister reagiert auf Überstunden

Durch viele Einsätze haben viele Beamte der NRW-Polizei Überstunden angehäuft. Darauf reagiert NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nun: Es werden Langzeitarbeitskonten (LAK) eingeführt.

Durch viele Einsätze haben viele Beamte der NRW-Polizei Überstunden angehäuft. Darauf reagiert NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nun: Es werden Langzeitarbeitskonten (LAK) eingeführt.

Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf.  Die Belastung der NRW-Polizei ist hoch, Überstunden häufen sich. Darauf hat der Innenminister nun reagiert. Es werden Arbeitskonten eingeführt.

  • Die Polizei in NRW führt für alle Polizeibeamten nun Langzeitarbeitskonten ein. Damit reagiert NRW-Innenminister Herbert Reul auf die hohe Belastung der Beamten und vielen Überstunden, die einige Einsatzkräfte angesammelt haben
  • „Als Arbeitgeber müssen wir genauso flexibel sein und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Lösungen für eine bessere Work-Life-Balance bieten“, sagt Reul zu den Arbeitskonten der NRW-Polizei.
  • Das Vorhaben ist Teil einer Attraktivitätsoffensive und der bereits im Koalitionsvertrag vereinbarten Einführung von Langzeitarbeitskonten im Öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen.

Innenminister Herbert Reul hat entschieden, dass die NRW-Polizei künftig Langzeitarbeitskonten (LAK) nutzen kann. Polizisten haben damit die Möglichkeit, bis zu einem Jahr Arbeitszeit anzusparen, um diese anschließend für eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit oder eine längere freie Phase einzusetzen. Damit reagiert der Innenminister auf die hohe Belastung und die vielen Überstunden einiger Einsatzkräfte.

Arbeitskonten NRW-Polizei: „Müssen als Arbeitgeber flexibel sein“

„Die Polizisten sorgen tagtäglich für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Im Einsatz und bei den Ermittlungen werden von ihnen viel Flexibilität und Ausdauer verlangt. Als Arbeitgeber müssen wir genauso flexibel sein und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Lösungen für eine bessere Work-Life-Balance bieten“, so Reul.

Die Langzeitarbeitskonten sollen bereits bestehende Gleitzeitkonten und andere Konten zur Zeiterfassung ergänzen. Die Polizeibeamten haben die Wahl: Freistellung von bis zu sechs Monaten am Stück innerhalb eines Jahres oder Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit. Ab dem 60. Lebensjahr kann der Zeitausgleich nur genommen werden, wenn der Mitarbeiter weiterhin mindestens fünfzig Prozent arbeitet.

Arbeitskonten NRW-Polizei: Für alle Polizeibeamte

„Ob Kinderbetreuung, Pflege oder einfach eine längere persönliche Auszeit: Mit den Langzeitarbeitskonten können Polizistinnen und Polizisten ihre Arbeitszeit je nach Lebensphase individueller gestalten“, so der Minister. Teilnehmen können alle Polizeibeamte.

Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter können das LAK nicht nutzen, weil sie sich noch in der Ausbildung befinden. Eine jeweilige flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit muss natürlich immer mit dem Vorgesetzten abgestimmt und mit den Aufgaben vereinbar sein.

Arbeitskonten NRW-Polizei: Teil einer Attraktivitätsoffensive

Das Vorhaben ist Teil einer Attraktivitätsoffensive und der bereits im Koalitionsvertrag vereinbarten Einführung von Langzeitarbeitskonten im Öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen. Die Details zu den Langzeitarbeitskonten werden derzeit in einer Arbeitsgruppe zwischen den beteiligten Ressorts, den Berufsverbänden und den Gewerkschaften besprochen.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben