Gesundheit

Krankenkassen in NRW nehmen Pflegedienste in den Fokus

39 ambulante Pflegedienste in NRW haben die Ersatzkassen 2018 überprüfen lassen.

39 ambulante Pflegedienste in NRW haben die Ersatzkassen 2018 überprüfen lassen.

Foto: Lars Heidrich

Essen.   Die Ersatzkassen in NRW rücken Ärzten und ambulanten Diensten zu Leibe: Sie fordern Gelder zurück für Leistungen, die nicht erbracht wurden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Ersatzkassen in Nordrhein-Westfalen haben 2018 zahlreiche Fälle von Abrechnungsbetrug aufgedeckt. 2018 haben die Kassen über 800.000 Euro von Pflegediensten, Ärzten sowie Heil- und Hilfsmittelerbringern wegen manipulierter Rechnungen zurückgefordert. Das sind rund 200.000 Euro weniger als 2017, wie der Verband am Dienstag mitteilte.

Bei 49 Überprüfungen habe sich der Verdacht der Manipulation in 28 Fällen erhärtet. In jedem zweiten Fall wurde die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf eine strafbare Handlung eingeschaltet. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Abrechnungsmanipulationen zulasten der Versicherten gehen“, sagte Dirk Ruiss, Leiter der VDEK-Landesvertretung in NRW. Er betonte, dass die meisten Vertragspartner korrekt arbeiteten.

Fachkräfte berechnet, die nicht vorhanden waren

Die Hälfte der Rückforderungen mussten laut Kassenangaben Ärzte und Zahnärzte berappen: In einem einzelnen Fall musste ein Medizinisches Versorgungszentrum rund 200.000 Euro zurückzahlen, da es Leistungen von Medizinern abgerechnet hatte, die Patienten nicht persönlich behandelt hatten.

Besonders zu Leibe gerückt sind die Kassen ambulanten Pflegediensten. 2018 haben sie Abrechnungen von 39 Anbietern kontrolliert, dabei sind sie auf Manipulationen und falsche Abrechnungen im Wert von rund 190.000 Euro gestoßen. Die Hälfte dieser Summe mussten zwei Dienste zurückzahlen, die Leistungen von Fachkräften abgerechnet haben, aber gar nicht über ausreichend Personal verfügten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben