Krankenhausplan

Geplante Klinikreform: Positiv für die Patienten

WAZ-Redakteur Gordon Wüllner

WAZ-Redakteur Gordon Wüllner

Foto: Marit Langschwager / FUNKE Foto Services

Das Gutachten zum Krankenhausplan empfiehlt gerade im Revier eine ausgedünnte Kliniklandschaft. Für Patienten ist das besser als es klingt.

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Dass Gesundheitsminister Laumann die Krankenhauslandschaft ausdünnen möchte, hat er oft bekräftigt. Das Gutachten zu seinem neuen Krankenhausplan gibt seinen Worten akademische Rückendeckung – und attestiert vor allem dem Ruhrgebiet eine Überversorgung. Bei den Bürgern im Revier wird das für Verunsicherung sorgen. Ist meine Klinik auch betroffen, werden sie sich fragen.

Rhetorische Gegenfrage: Wäre es schlimm, wenn ein Gelsenkirchener mit Knieschmerzen künftig zehn Minuten weiter fahren müsste, dafür aber dort behandelt wird, wo man eingespielter ist beim Einsetzten künstlicher Kniegelenke? Darauf zielt die leistungsorientierte Planung: Nicht jede Klinik soll alles machen, Expertise soll an zentralen Standorten gebündelt werden.

Ein unterstützenswertes Ziel. Nur wer soll dafür aufkommen? Die Krankenhauslandschaft in NRW ist ohnehin im Umbruch – viele Träger treiben Zusammenlegungen aus Eigeninteresse voran. Da die Neuausrichtung nun klar politisch gewollt ist, werden die Träger ihre Hände noch mehr offen halten. Für den steuerzahlenden Patienten wird der Klinikplan damit eine teure, aber lohnenswerte Investition in die eigene Gesundheit.

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