ARD-Deutschlandtrend

Die Grünen überholen in Umfrage erstmals die Union

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck.

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Berlin  Der aktuelle ARD-Deutschlandtrend sieht die Grünen erstmals als stärkste Kraft vor CDU/CSU. Die AfD schneidet besser ab als die SPD.

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Die Grünen sind derzeit bei den Wählern in Deutschland so populär wie nie zuvor: Die Partei hat im aktuellen ARD-Deutschlandtrend erstmals die Union als stärkste Kraft überholt. Sie legen sechs Punkte auf 26 Prozent zu und erreichen damit ihren bisherigen Spitzenwert in der Sonntagsfrage, wie der WDR am Donnerstag mitteilte.

CDU/CSU verlieren dagegen im Vergleich zu Anfang Mai drei Punkte auf 25 Prozent. Die SPD stürzt auf ein Rekordtief: Sie büßt sechs Punkte ein auf zwölf Prozent. Die Sozialdemokraten rutschen damit zudem auf Platz vier ab, denn die AfD legt einen Punkt zu auf 13 Prozent. Die FDP verharrt unverändert bei acht Prozent, die Linke verliert zwei Punkte auf sieben Prozent.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung geht ebenfalls deutlich zurück. 28 Prozent der Befragten geben an, sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der Regierung zu sein. Das sind zehn Punkte weniger als im Mai. Knapp drei Viertel der Befragten sind weniger bzw. gar nicht zufrieden.

Habeck- Wir sind ins Zentrum der politischen Debatte eingerückt

ARD-Deutschlandtrend: Grüne haben beste Antworten auf Fragen der Zukunft

Mehr als jeder vierte Befragte ist zudem der Ansicht, die Grünen hätten derzeit die besten Antworten auf die Fragen der Zukunft. Von der Union sagen das zwölf Prozent.

Die Beliebtheit der Grünen spiegelt sich auch in einer YouGov-Umfrage: Demnach wünscht sich jeder zweite Deutsche mittlerweile einen Grünen-Kanzlerkandidaten.

Was die Arbeit der einzelnen Politiker angeht, so können ebenfalls vor allem die beiden Grünen-Vorsitzenden deutlich zulegen. Robert Habeck kommt auf 36 Prozent Zustimmung (+6), Annalena Baerbock auf 26 Prozent Zustimmung (+8).

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verliert dagegen zwölf Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 24 Prozent. Das ist der tiefste Wert, der im Deutschlandtrend je für sie gemessen wurde. (mbr/rtr)

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