Tierschutz

Agrarministerin wehrt sich im Streit um Tierquälerei-Vorwurf

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) steht in der Kritik, seit Tierschützer heimlich auf dem Betrieb ihrer Familie Videos von Schweinen mit abgenagten Schwänzen und entzündeten Wunden gemacht habe.

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) steht in der Kritik, seit Tierschützer heimlich auf dem Betrieb ihrer Familie Videos von Schweinen mit abgenagten Schwänzen und entzündeten Wunden gemacht habe.

Düsseldorf.   Im Land wird spekuliert, dass NRW-Ministerin Schulze Föcking einen Tag früher von den Recherchen gegen den Mastbetrieb ihrer Familie wusste.

NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) wehrt sich gegen Spekulationen, die Behörden des Kreises Steinfurt hätten ihren Familienbetrieb unmittelbar nach Bekanntwerden der „Stern TV“-Recherchen amtlich überprüft. „Das ist falsch“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Leiter des Kreisveterinäramtes habe die Schweinemast auf dem Hof Schulze Föcking nicht nach, sondern wenige Stunden vor der ersten Anfrage von Stern TV kontrolliert.

Eine Anfrage von Stern-TV per Mail an Schulze-Föcking, die dieser Zeitung vorliegt, scheint dies zu bestätigen. Der Mail zufolge wurde die Interview-Bitte am 7. Juli um 17.03 Uhr ans Ministerium geschickt. Laut Kreisveterinär war der Betrieb am Vormittag des 7. Juli vollständig geprüft. Einen ersten telefonischen Kontakt zwischen Stern TV und Schulze Föckings Sprecher soll es am 7. Juli gegen 15.50 Uhr gegeben haben, so der Ministeriumssprecher.

Stern TV zufolge soll die Ministerin am 6. Juli von den Vorwürfen gegen sie erfahren haben. Es stehen Vermutungen im Raum, sie könnte nach der Anfrage der Journalisten die Behörden in Steinfurt eingeschaltet haben, um die Vorwürfe amtlich entkräften zu lassen. Davor wurde der Betrieb 2014 geprüft.

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