Gladbach

Patrick Herrmann verrät: So nah war der Gladbach-Abschied

Patrick Herrmann während der erfolgreichen Gladbacher Hinrunde.

Patrick Herrmann während der erfolgreichen Gladbacher Hinrunde.

Foto: firo

Essen  Vor einem Jahr hätte Patrick Herrmann Borussia Mönchengladbach fast verlassen, erklärt er nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Patrick Herrmann kann auf ein hervorragendes Halbjahr zurückblicken. Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach spielte die beste Hinrunde seit der letzten Meistersaison vor 43 Jahren und Herrmann hatte daran seinen Anteil. Unter Trainer Marco Rose fand der 28-Jährige sein Top-Form wieder, kam in 20 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei sechs Tore. Eine Entwicklung, die vor einem Jahr nicht absehbar war. Damals hätte Herrmann die Fohlenelf fast verlassen, wie er nun im Interview mit der "Bild"-Zeitung verrät: "Es war schon sehr konkret mit Stuttgart, es gab mehrere Gespräche. Ich wollte ja nie weg aus Gladbach, aber ich hatte das halbe Jahr zuvor kaum Einsätze und extreme Angst, dass ich im Sommer mit auslaufenden Vertrag und meiner Verletzungs-Historie plötzlich ohne Klub dastehe."

Patrick Herrmann: "Was Rose spielen lässt, ist genau mein Ding"

Letztlich kam es zu keiner Einigung zwischen den beiden Vereinen und Herrmann blieb Gladbach erhalten. Im Nachhinein ein Glücksfall für die Borussia und den Offensivspieler. Denn im Sommer kam in Person von Marco Rose ein neuer Trainer, der einen Typen wie Herrmann sehr gut gebrauchen kann. "Das, was er spielen lässt, ist auch genau mein Ding: den Gegner im Sprinttempo anlaufen, Bälle hoch erobern und dann zack – ab in die Box und Torabschluss!", freut sich Herrmann.

Nun steht er mit seinem Verein vor einer Rückrunde, die noch alle Chancen auf den ersten Meistertitel seit 1977 bietet. Der Rückstand auf Tabellenführer RB Leipzig beträgt nur zwei Punkte. Mit einem Sieg im Auftaktspiel am Freitag, 17. Januar (20.30 Uhr) beim FC Schalke 04 könnte die Gladbach die Leipziger sofort für eine Nacht überholen und unter Druck setzen. Patrick Herrmann betont, dass das Thema Meisterschaft in der Kabine trotzdem kein großes sei: "Wir projizieren uns nicht täglich die Tabelle in der Kabine auf Großleinwand. Klar genießen wir es, und natürlich träumt ein Fußballer wie ich vom Titel. Aber das bringt uns keinen einzigen Punkt – wir müssen weiter reinhauen und an der Perfektion arbeiten." (tm)

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