Fernsehen

Willi Herren Arm in Arm mit Salafisten-Führer

Der Islamprediger Pierre Vogel (r.) und der Schauspieler Willi Herren stehen gemeinsam auf der Bühne. Foto: dapd

Der Islamprediger Pierre Vogel (r.) und der Schauspieler Willi Herren stehen gemeinsam auf der Bühne. Foto: dapd

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Essen.   Nach seinem Besuch bemüht sich der Lindenstraßen-Schauspieler um Schadensbegrenzung. Da er ein unvoreingenommener Mensch sei, habe er beschlossen, sich selbst ein Bild von dem „herzenguten Menschen“ Pierre Vogel zu machen.

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Willi Herren, im realen Leben wegen Trunkenheit am Steuer, Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein vorbestrafter Schauspieler in der „Lindenstraße“, sorgt mal wieder für Ärger. Der Fiesling „Olli Klatt“, der nach jahrelanger Pause erst im März 2012 zur „Lindenstraße“ zurückkehrte, steht erneut in der Kritik.

Weil er sich am vergangenen Wochenende Arm im Arm mit dem radikalen Salafisten-Prediger Pierre Vogel zeigte. Und laut „Rheinischer Post“ erklärte: „Ich finde das ganz toll, das hat mit Hass überhaupt nichts zu tun.“ Weiter heißt es, Herren habe Vogel als „herzensguten Menschen“ bezeichnet. Auch er, Herren, sei religiös. Er gehe einmal im Monat mit seiner Tochter in den Kölner Dom, um dort eine Kerze anzuzünden.

„Ein Pro-Salafisten-Besuch“ sei sein seltsam anmutender Auftritt nicht gewesen, sagt er einen Tag später. Auf seiner Facebook-Seite lässt er verkünden: „Ich kenne Pierre seit 15 Jahren, aus der Zeit, als ich mit ihm und seiner Familie intensiv befreundet war. Da ich ein unvoreingenommener Mensch bin, habe ich beschlossen, mir selbst ein Bild zu machen. Ich distanziere mich ausdrücklich von der in den Zeitungen und Online-Foren dargestellten Meinung, ich, Willi Herren, sei ein Befürworter der Ideale und Ansichten der Salafisten.“

Das war’s. Ein Großteil seiner Fangemeinde findet den Auftritt akzeptabel und auch Lindenstraßen-Produzent Hans W. Geißendörfer erklärt lapidar: „Willi Herren ist höchstens radikal er selbst und nicht mehr und nicht weniger. Er gehört aber seit langem nicht mehr zum Ensemble der ,Lindenstraße’ und tritt nur noch gelegentlich als Gaststar auf.“

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