Wenn Beten bedeutungslos wird

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Münster. Ein Pfarrer aus Münster in Westfalen kappt von Ostern an seine Wurzeln in der Stadt. Thomas Frings (55) gibt die Leitung seiner Gemeinde ab, sein Hab und Gut wird verkauft. Dann zieht er in ein kleines Kloster nach Holland.

Der im katholischen Glauben tief verwurzelte Priester hat ein Problem. Sein eigenes Engagement, seine Überzeugungen und sein tägliches Handeln in der Gemeinde passen nicht mehr zum wachsenden Bedeutungsverlust der Kirchen in Deutschland.

„Ein Viertel der Eltern der Kommunionkinder gehen überhaupt nicht mehr in die Kirche. Worauf lassen die Eltern dann ihre Kinder vorbereiten? Auf etwas, was sie selbst ablehnen?“, fragt Frings und beklagt: „90 Prozent der Gemeindemitglieder kommen nie zum Gottesdienst.“ Gleichzeitig würden ihm Listen mit 2500 Unterschriften gegen Veränderungen vorgelegt. „Wenn die alle erscheinen würden, wäre die Kirche voll.“ Seiner Kirchenleitung macht er keine Vorwürfe. Eine Lösung für das Problem hat er nicht. „Ich bin seit 30 Jahren in der Kirche tätig. Ich kann von mir sagen, du hast es probiert“, sagt er. Sein Großonkel war übrigens der berühmte Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings.

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