Hundefütterung

Experte warnt: Bloß keine Veggie-Ernährung für den Hund

Die meisten Hundehalter in Deutschland füttern ihren Hund weiter mit Fertigfutter.

Die meisten Hundehalter in Deutschland füttern ihren Hund weiter mit Fertigfutter.

Foto: Peer Grimm

Essen.  Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich vegetarisch oder vegan. Bei den Hunden ist es noch nicht soweit. Zum Glück, sagt Udo Kopernik.

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Kein Steak, kein Schnitzel, kein Lamm: Viele Bürger in Deutschland verzichten bewusst auf Fleisch. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung leben rund acht Millionen Deutsche vegetarisch, etwa eine Million vegan. In manchen Haushalten verzichtet nur der Einzelne auf Fleisch, in anderen die ganze Familie. Inklusive des eigenen Hundes.

Konkrete Erhebungen, ob sich der Veggie-Trend auch auf den besten Freund des Menschen ausweitet, gibt es (noch) nicht. Dennoch hebt Udo Kopernik, Pressesprecher vom deutschen Hundewesen mit Sitz in Hennef an der Sieg, den mahnenden Zeigefinger in Richtung all derjenigen, die ihren Hund fleischlos ernähren: „Das vegetarische oder vegane Füttern von Hunden ist Unfug.“ Mehr noch: Es ist gesundheitsschädlich.

„Der Hund braucht Nährstoffe aus tierischen Produkten“, erklärt Kopernik – Wasser, Proteine und Kohlenhydrate gehören daher zwingend dazu. Ansonsten kann es zu Mangelerscheinungen bei den Vierbeinern kommen. Kopernik: „Dieser Mangel kann sich auf die Fellqualität niederschlagen, genauso wie auf das Skelett. Aber auch Gelenkerkrankungen und eine gestörte Verdauung sind möglich.“ Und Karl-Heinz Südekum, Professor am Institut für Tierwissenschaften an der Universität Bonn, ergänzt: "Eine vegetarische oder gar vegane Ernährung ist für einen Mischköstler wie den Hund sicher nicht die angemessene Ernährungsform."

Fertigfutter bleibt der Klassiker

Allerdings – und das ist die gute Nachricht aus Sicht des Rheinländers – hat die Ernährung durch Fertigfutter weiterhin die Nase vorn. Der Grund liegt auf der Hand – oder genauer: eben im Futter. Denn in der Regel seien hier alle Nährstoffe enthalten, die ein Hund brauche – Proteine, zum Beispiel Rindfleisch, oder auch Kohlenhydrate wie Reis. Und für den Hundebesitzer sei dieser Art der Fütterung einfacher und weniger zeitaufwendig.

Auf Rang zwei folgt die Frischfleisch-Fütterung, Hunde-Experten bestens bekannt unter dem Begriff „barfen.“ Rohfleisch oder Fisch in Kombination mit Obst und Gemüse. „Wenn Hundehalter barfen, ist das natürlich der Idealfall.“, betont Kopernik, „allerdings ist es eine sehr aufwendige Art der Fütterung, denn es muss genau darauf geachtet werden, dass die Hunde genügend Vitamine und Mineralstoffe bekommen.“ Etwa jeder zehnte Hundebesitzer in Deutschland setzt auf diese Futter-Methode. Und wer nicht barfen kann oder möchte, der sollte laut Kopernik seinem Hund lieber Trockenfutter vorsetzen und nicht auf die Idee kommen, ihn vegan oder vegetarisch zu ernähren.

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