Urteil

Detmolder muss 1500 Euro Geldstrafe nach Maulwurfjagd zahlen

Niedlich und doch Anlass für Ärger: Auch wenn Maulwürfe den gesamten Garten auf den Kopf stellen, dürfen sie nicht getötet werden.

Niedlich und doch Anlass für Ärger: Auch wenn Maulwürfe den gesamten Garten auf den Kopf stellen, dürfen sie nicht getötet werden.

Foto: dpa

Detmold  Wer schon mal einen Maulwurf im Garten hatte, kennt den Ärger, den die Tiere verursachen. Stück für Stück wird aus dem liebevoll gepflegten Rasen eine Hügellandschaft. Doch jagen oder gar töten darf man Maulwürfe nicht. Ein 75-jähriger Detmolder wurde dafür zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Für die Jagd auf einen Maulwurf muss ein rabiater 75-Jähriger 1500 Euro Geldstrafe zahlen. Das Amtsgericht Detmold verurteilte den Mann am Dienstag wegen eines Verstoßes gegen die Bundesartenschutzverordnung. Danach dürfen Maulwürfe weder gejagt noch getötet werden.

Ob der Maulwurf bei den Attacken des 75-Jährigen ums Leben gekommen war, konnte das Gericht allerdings nicht klären. Das Gericht zog aber die Tatwaffe ein: eine Metallplatte mit spitzen Stiften, die an einem Stiel montiert war.

Maulwurf-Jäger wurde von Nachbar beobachtet

Ein Nachbar hatte die Maulwurfs-Jagd beobachtet und der Polizei gemeldet. Der Angeklagte habe mit seinem Werkzeug in einen Maulwurfshügel gestochen, berichtete der Nachbar vor Gericht. "Einen toten Maulwurf hat er nicht gesehen", sagte Richterin Helle Koonert. Der 75-Jährige bestritt die Vorwürfe, er habe lediglich Ratten gejagt. Sein Anwalt hatte daher einen Freispruch gefordert. (dpa)

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