ARD-Krimi

„Tatort“-Quote: Weniger Krimis mit zehn Millionen Zuschauern

Der „Tatort – Spieglein, Spieglein“ mit  Axel Prahl und Jan Josef Liefers war einer der erfolgreichsten ARD-Krimis in diesem Jahr, wenn es um die Quote geht.

Der „Tatort – Spieglein, Spieglein“ mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers war einer der erfolgreichsten ARD-Krimis in diesem Jahr, wenn es um die Quote geht.

Foto: WDR/Thomas Kost

Berlin  Der „Tatort“ geht am Sonntag in die Sommerpause: Ein Grund für eine Bilanz der bisherigen Saison. Doch die fällt nicht nur positiv aus.

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Der „Tatort“ ist für das Erste eigentlich ein sicherer Quotengarant. Wenn der Krimi sonntags im Fernsehen läuft, zieht er immer wieder bis zu zehn Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Doch erlebt der „Tatort“ nun einen Knick in der Beliebtheitskurve?

Ein Blick auf die Statistiken zu Quoten zeigt zumindest, dass es weniger positive Ausschläge gegeben hat in diesem Jahr. So ist die Anzahl der „Tatort“-Folgen mit mehr als zehn Millionen Zuschauern im Vergleich zu 2018 gesunken. Waren es 2018 bis zur Sommerpause noch neun Krimis, die die Zehn-Millionen-Grenze überschritten, waren es bis jetzt nur drei.

Der Wert aus dem Vorjahr wird auch unerreicht bleiben, weil am kommenden Sonntag (16. Juni) mit dem Fall „Ausgezählt“ aus der Schweiz der letzte „Tatort“ vor der Sommerpause ausgestrahlt wird.

„Tatort“ aus Münster sorgt für verlässlich hohe Quoten

Zu den Folgen aus dem Jahr 2019 mit über zehn Millionen Zuschauern gehörten Krimis

mit seinem Fall „Spieglein, Spieglein“ am 17. März und 14,06 Millionen Zuschauern, außerdem zwei Fälle im Januar, der Kölner „Weiter, immer weiter“ (10,6 Millionen) und der Wiener „Wahre Lügen“ (10,5 Millionen).

Im Jahr 2018 hatten neben Münster, Köln und Österreich auch Krimis aus Ludwigshafen, Dresden, Berlin, Kiel und Bremen die sogenannte Quotenkönigsklasse von über zehn Millionen erreicht. Allerdings gab es dieses Jahr zehn weitere Filme, die über neun Millionen Zuschauern bei der Erstausstrahlung im Fernsehen lagen, also zwischen neun und zehn Millionen Zuschauer hatten. Das waren 2018 lediglich vier Filme bis zur Sommerpause.

Aktuell werden zur Quotenerfassung die Abrufe in Mediatheken noch nicht zu den offiziellen Statistiken gezählt. Die Sender wollen aber gemeinsam mit der Gesellschaft AGF diese Abrufe zunehmend registrieren.

Erste Zahlen aus der ARD-Medienforschung zeigen beim „Tatort“ schon für dieses Jahr, dass dann einige Sonntagskrimis nach einigen Wochen durchaus auf deutlich mehr Zuschauer und auch über zehn Millionen kommen.

So hatte der Dresdner Serienmörder-Fall „Das Nest“ vom 28. April letzten Endes sogar 10,04 Millionen Zuschauer und auch der Kölner Krimi „Bombengeschäft“ vom 31. März dann sogar 10,13 Millionen.

Wie es nach der Sommerpause weitergeht, kündigte die ARD schon Ende 2018 an.

(dpa/ac)

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