Mordserie

Serienmörder auf Zypern: Kinderleiche in See gefunden

Die Polizei Zyperns sucht weiter nach Opfern eines Serienmörders.

Die Polizei Zyperns sucht weiter nach Opfern eines Serienmörders.

Foto: Petros Karadjias / dpa

Athen/Nikosia  Auf Zypern soll ein Serienmörder Menschen umgebracht und verscharrt haben. Am Wochenende wurde eine weitere Kinderleiche gefunden.

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Ein Serienmörder soll auf der bei Touristen beliebten Insel Zypern mindestens fünf Frauen und zwei Mädchen angelockt und dann getötet haben. Seine Opfer soll er in den Schächten einer verlassenen Erzgrube und in anderen Regionen der Touristeninsel verscharrt haben.

Die Polizei hat bisher fünf Leichen gefunden: zwei im Schacht einer alten Mine, eine in einem Brunnenschacht und zwei im „Roten See“, einem künstlichen, mit Säure belasteten Gewässer in einer ehemaligen Kupfermine – eine davon erst am Sonntag, es handelt sich um eine Kinderleiche. Am Montag soll in dem Gewässer weiter gesucht werden.

Der mutmaßliche Täter ist ein 35-Jähriger Hauptmann der Zyprischen Nationalgarde, der sieben Tötungen zugegeben hat, berichtete der Staatsrundfunk (RIK).

Noch weitere Opfer werden vermutet

Die Ermittler befürchten, dass der Mann noch mehr Frauen ermordet habe, als er bislang gestand, berichteten zyprische Medien übereinstimmend. Der Hauptmann soll die Frauen aus asiatischen Staaten sowie eine Rumänin und ihre Tochter über das Internet zu Treffen überredet haben.

„Wir wissen noch nicht, welche Dimensionen dieser Fall tatsächlich hat“, erklärten Polizeivertreter im zyprischen Staatsrundfunk (RIK).

Mordserie erschütterte Zypern – Vorwürfe gegen Behörden

Die Mordserie erschüttert das Land, zumal die Behörden lange untätig geblieben waren. Bei den Opfern handelte es sich um Haushaltshilfen; der Vorwurf an die Behörden lautet, sie seien entsprechenden Vermisstenmeldungen nicht nachgegangen, weil es sich bei den Vermissten um „Menschen zweiter Klasse“ gehandelt habe. (ses/msb/dpa)

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