Unglück

Junge hing an Strick und starb - Trauerfeier in Schmelz

In Schmelz im Saarland wurde ein Junge an einem Strick gefunden und ins Krankenhaus gebracht – dort ist er gestorben.

In Schmelz im Saarland wurde ein Junge an einem Strick gefunden und ins Krankenhaus gebracht – dort ist er gestorben.

Foto: Stadtratte / Getty Images/iStockphoto

Schmelz  In Schmelz im Saarland wurde ein Junge an einem Strick gefunden. Er starb in einer Klinik. Nun hat die Trauerfeier für den Jungen stattgefunden.

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Nachdem sich ein Junge im saarländischen Schmelz vermutlich mit einem Seil selbst strangulierte und starb, ist ihm bei einer Trauerfeier die letzte Ehre erwiesen worden. Wie „Bild“ berichtet, seien etwa 300 Gäste zu der Trauerfeier in einer Moschee gekommen.

Der Junge war am vergangenen Samstag in einer Klinik gestorben. Dort hatte er tagelang im Koma ums Überleben gekämpft.

Nach der Trauerfeier soll der Sarg des Jungen in die Türkei gebracht werden, wo das Kind am Mittwoch beerdigt werden soll, berichtet „Bild“ weiter.

Junge hing in Schmelz an einem Strick – das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Schuljunge wurde an einem Strick aufgefunden
  • Der Zwölfjährige starb am Samstag in einer Klinik
  • Es gibt bisher keine Hinweise auf ein Verschulden anderer
  • Für Montag war eine Obduktion geplant
  • Die Ergebnisse legen einen tragischen Unfall nahe
  • Am Mittwoch soll der Junge in der Türkei beerdigt werden

Der Fall sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen, weil nicht klar war, wie der Junge an den Strick kam. Nach der Obduktion geht die Polizei davon aus, dass sich der Junge selbst an den Strick gebunden habe.

Der Junge sei demnach an einer Schädigung seines Gehirns gestorben, die durch eine Strangulation mit einem Seil zustanden gekommen sei. Darüber hinaus habe der Junge Wunden am Hals davon getragen, die darauf hindeuten, dass der Strick verrutscht sei.

Ein Polizeisprecher sagte unserer Redaktion, dass die Ermittler nicht von einem Fremdverschulden ausgehen. „Wir gehen nach wie vor von einem Unglücksfall aus.“

Schüler stirbt in Klinik

Tagelang hatten Ärzte und Eltern um das Leben des Zwölfjährigen gebangt. Der Vorfall ereignete sich bereits am 6. Juni, das Kind lag tagelang im Koma auf der Intensivstation und kämpfte um sein Leben.

Noch in der vergangenen Woche hatte ein Polizeisprecher gesagt, dass es sich um einen „dubiosen Fall“ handele. Das Kind war von einem Mädchen gefunden worden, das anschließend Hilfe holte. Die Reanimierung lief zunächst erfolgreich – im Krankenhaus starb der Junge dann später an seinen schweren Verletzungen.

Doch wie kam der Junge an den Strick? Die Polizei untersuchte alle möglichen Ursachen. Einen Suizid, der in diesem Alter sehr selten vorkommt, schlossen die Ermittler zunächst aus. Auch die Familie des Jungen hielt das für unwahrscheinlich.

Die Polizei zog zwischenzeitlich Gerichtsmediziner hinzu, um den Vorfall zu rekonstruieren. Der Onkel des Jungen erklärte gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Wir feierten das

erhielten einen Anruf: A. habe sich den Fuß gebrochen.“

Die Familie sei zum Schulhof in der Nähe des Wohnhauses geeilt. „Krankenwagen und Rettungshubschrauber waren da. Wir erfuhren die bittere Wahrheit.“ Das Kind sei ein glücklicher Junge gewesen, sagte der Onkel dem Bericht zufolge.

Eine Google-Maps-Karte zeigt, wo es zu dem Unfall gekommen ist.

Zu einem Unfall unter Schulkindern kam es auch in Kaiserslautern.

(bekö/cro/les/dpa)

Anmerkung der Redaktion, auch wenn die Hintergründe des vorliegenden Falls noch nicht ganz klar sind: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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