Justiz

Prozess um zehn Monate verschoben, weil Richterin heiratet

Am Landgericht Düsseldorf hat sich ein Prozess wegen der Hochzeit der Richterin verschoben.

Foto: Marius Becker / dpa

Am Landgericht Düsseldorf hat sich ein Prozess wegen der Hochzeit der Richterin verschoben. Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf  Eine Richterin in Düsseldorf musste einen Verhandlungstermin am Landgericht absagen. Der Grund dafür klingt zunächst ungewöhnlich.

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Es ist durchaus üblich, dass Prozesse und Termine vor Gericht von Zeit zu Zeit verschoben werden. Jetzt wurde eine Verhandlung allerdings um zehn Monate nach hinten verlegt – und das aus einem ziemlich kuriosen Grund.

Wie der „Express“ berichtet, erhielt die Kanzlei „Foth & Koch“ ein Schreiben vom Düsseldorfer Landgericht, in dem mitgeteilt wurde, dass sich ein Termin vom 9. Mai 2017 auf den 13. Februar 2018 verschiebe. Angegebener Grund der Verlegung: „Hochzeit der Einzelrichterin“.

Neue Richterin, alter Urlaubsantrag

Wie konnte es dazu kommen? Nach Angaben des Gerichts habe die Richterin erst vor einigen Tagen in die betreffende Kammer gewechselt und die Termine ihres Vorgängers übernommen.

Für ihre Hochzeit im Mai hatte sie allerdings schon vor Monaten Urlaub eingereicht und genehmigt bekommen. Die Termine, die jetzt in diesen Zeitraum fallen, müssen nun verlegt werden. Darunter auch der aktuelle Prozess, bei dem es um einen Erbstreit geht.

Wenig Verständnis der Anwälte

„Wir bitten hier bezüglich der längeren Verschiebungen um Verständnis. Deshalb hat die Vorsitzende den Grund dafür auch persönlich in die Umladung geschrieben“, erklärte das Gericht dem „Express“.

Die Reaktion der Anwaltskanzlei fällt allerdings verhalten aus: „Wir verstehen das ja. Aber es muss doch einen Weg geben, die Termine schneller neu anzusetzen als erst in zehn Monaten!“ (FMG)

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