Polizeigewalt

Mord an George Floyd: Angeklagter Polizist auf freiem Fuß

Angeklagter Ex-Polizist gibt George Floyd Schuld an dessen Tod

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd sind erstmals die beteiligten Polizisten vor Gericht in Minnesota erschienen. Die Verteidiger der vier Beschuldigten forderten in der Anhörung getrennte Prozesse für ihre Mandanten. Der Hauptbeschuldigte Derek Chauvin behauptete laut Gerichtsunterlagen, Floyd sei an einer Überdosis Fentanyl gestorben. IMAGES of defendants leaving courthouse and protests AND SOUNDBITES from protesters

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Minnesota.  Der Ex-Polizist Derek Chauvin ist wegen Mordes an dem Afroamerikaner George Floyd angeklagt. Gegen Kaution ist er nun auf freiem Fuß.

Der mutmaßliche Mörder von George Floyd, Derek Chauvin, ist gegen eine Kaution von einer Million Dollar aus dem Gefängnis in Minnesota entlassen worden. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass der Betrag von umgerechnet 850.000 Euro am Mittwoch hinterlegt wurde.

Laut dem US-Nachrichtensender CNN ist bisher unklar, wer die Kaution bezahlt habe. Gegen die Zahlung von maximal zehn Prozent der Kautionssumme können in Minnesota auch professionelle Kautionsbürgen die Zahlung für den Angeklagten leisten.

USA: Mord an George Floyd löste landesweite Proteste aus

Mit Chauvin ist der Ex-Polizist wieder auf freiem Fuß, der bei der Festnahme rund acht Minuten sein Knie auf Floyds Nacken gedrückt hatte - und auch nicht damit aufgehört hatte, als der 46-jährige Floyd sagte, er könne nicht atmen. Die Videoaufnahmen der Tat hatten bis heute anhaltende Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA ausgelöst. Im Zuge dieser war es zu landesweiten Ausschreitungen gekommen und US-Präsident Trump drohte mit dem Einsatz von Militär gegen die Demonstranten.

Chauvin bestreitet Schuld an Floyds Tod

Chauvin und die anderen an dem Einsatz beteiligten Beamten bestreiten eine Schuld an Floyds Tod. Chauvin wurde wegen Mordes angeklagt, drei andere Beamte wegen Beihilfe. Sie beantragten eine Einstellung des Verfahrens mit der Begründung, dass Floyds Tod durch die Einwirkung von Medikamenten und Drogen ausgelöst worden sei. Nach bisherigen Planungen soll der Prozess Anfang März beginnen. (dpa/jas)

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